Shuttle X27D Nettop und Linux – Top!

Ich habe heute schon Weihnachten. Der bestellte Shuttle X27D Barebone ist eingetroffen. Und was soll ich sagen, ich bin begeistert.

Die wichtigsten Daten:

  • Intel Atom330 mit 1,6GHz
  • GBit LAN
  • DVI und VGA
  • Bis zu 2GB RAM
  • Abmessungen nur 25×18,5x7cm
  • und für mich das absolute Highlight: Ein guter alter COM Port

Als ich das gute Stück bekommen habe musste ich schon schmunzeln. Die komplette Verpackung ist schon kleiner als der kleinste PC, den ich hier habe. Nach dem Auspacken hatte ich ein schnuckliges kleines, aber durchaus robustes Gehäuse in der Hand.

Das Gehäuse lässt sich durch Lösen von zwei Rändelschrauben leicht öffnen. Darunter verbirgt sich der Träger für ein Slim Laufwerk und eine 2,5″ Festplatte. Dieser Träger lässt sich ohne Werkzeug und mit einem Handgriff leicht entfernen.

Shuttle X27D Innenleben

Shuttle X27D Innenleben

In dem Barebone werkelt ein Mainboard im Mini-ITX Format. Neben dem Mainboard befindet sich der Spannungswandler, der aus den 12V des externen 60W Netzteils die nötigen Spannungen für das Mainboard erzeugt.

Der gesamte Aufbau wirkt aufgeräumt, robust und durchdacht. Dafür gibt es schonmal den ersten dicken Pluspunkt.

Da ich den PC ohne Festplatte betreiben möchte war der Zusammenbau einfach und schnell erledigt. Überflüssige Kabel raus, Speicherrigel rein, Trägerplatte und Deckel wieder an Ort und Stelle, fertig. Jetzt noch die Kabel anschließen, den vorbereiteten USB Stick (mit Xubuntu 8.10) rein, einschalten. Doch Moment, wo ist der Einschalter? Den musste ich tatsächlich erst einmal suchen. Ein kleiner, silbern Knopf, den ich Anfangs für eine Verzierung hielt, entpuppte sich als Einschalter. Leider ist das Ding so klein geraten, dass man es fast nur mit dem Fingernagel betätigen kann.

Doch jetzt konnte es losgehen. Einschalten, warten bis sich der Monitor aktiviert, und dann kurz ins BIOS schauen. Leider zu langsam, ehe ich es mich versehen konnte hat der Rechner schon den USB Stick gefunden und hat angefangen zu booten. Der Bootvorgang lief problemlos, bis der Grafiktreiber geladen werden sollte. Dummerweise habe ich den USB Stick auf einem anderen Rechner mit Nvidia Grafikkarte eingerichtet und, intelligent wie ich bin, auch den Nvidia Treiber installiert. ;) Aber das war kein Beinbruch. Nach drei Klicks an der richtigen Stelle war auch diese Hürde genommen.

Der Rechner hat den Rest ohne Probleme gebootet, die Auflösung stimmt, Sound funktioniert. Dann kam das, was ich befürchtet habe: mein altes Problem mit Intrepid und meinem DSL Router hat zugeschlagen. Kein LAN. Also die bereits bekannten Änderungen in /etc/network/interface vorgenommen und nochmal neu gebootet (diesmal ging der Bootvorgang noch schneller und ohne Fehler). Leider immer noch kein LAN. Es hat einen Moment gedauert, bis ich dahinter gekommen bin. Intrepid hat die Netzwerkkarte nicht, wie man erwarten würde, als eth0 konfiguriert sondern als eth2. Da kann ich lange an eth0 patchen ;) .

Kurzum, nach der Behebung der (weitestgehend selbst verschuldeten) kleinen Probleme läuft der Rechner. Und das trotz USB Stick erfreulich flüssig. Die Systemsteuerung zeigt warum.

Quattro Forte

Quattro Forte

Der Atom330 ist ein Dual Core Atom mit Hyper Threading. Das macht aus ihm zwar noch keinen Quad Core, aber immerhin können 4 Threads parallel laufen. Das macht sich bei der Arbeit bemerkbar. Die Bearbeitung der Bilder für diesen Artikel mit Gimp und der Firefox lief flüssig.

Fazit

Der Shuttle X27D Barebone ist sein Geld wert. Ein sparsamer, preisgünstiger Rechner in einem kompakten, robusten und gut durchdachten Gehäuse, der für die alltägliche Arbeit mehr als gut gerüstet ist. Die einzigen Wermutstropfen sind der etwas fummlige Schalter und der zwar leise, aber doch vernehmbare Lüfter auf dem Chipsatz. Für mich das absolute Highlight ist der gute alte COM Port. Für mich als Bastler ein wertfolles Feature. Ebenfalls positiv ist das Vorhandensein von zwei PS2 Ports für Maus und Tastatur. Das hält die 4 an der Rückseite zugänglichen USB Ports frei.

Die entscheidenden Gründe für mich war der Atom330, GBit LAN und der DVI Ausgang. Mit einem anderen Chipsatz und passiver Kühlung wäre der X27D in dieser Geräteklasse perfekt.

Tags: , ,

8 Responses to “Shuttle X27D Nettop und Linux – Top!”

  1. Steve Says:

    Hallo Elektronik Blogger ! Ich kann Dir nur zustimmen es ist ein kleiner Stromsparender Superkasten . Sehr leise und trotzdem für den Alltag flink genug und das Desgin ist auch sehr schick geraten ! Einziger Kritikpunkt ist der Lüfter der zu laut ist und den Cpu nicht richtig kühlt eventuell schafft ein anderer Lüfter mehr Durchsatz bei weniger Db :-) ! Na denn viel Spass noch

  2. Alex Says:

    Hi, welche Speicherriegel kommen denn rein?
    Notebook Speicher oder normales DDR2?

  3. Alex Says:

    Ah ja, und wofür setzt du das Ding ein, ohne Festplatte?
    Hast du ein Betriebssystem auf einem USB Datenträger?

    Hast du vielleicht probiert von USB zu booten? Ich will mir einen Server draus basteln, und wuerde nur ungern einen Laufwerk einbauen, nur um das 1 mal Linux drauf zu Spielen.

  4. Markus Says:

    @Alex: da kommt ein normaler DDR2 Speicher rein. Ich hab 2GB drin, mehr geht nicht.

    Ich wollte den Rechner ursprünglich aus dem Netz booten, aber das war mir zu stressig. Hab jetzt eine SSD eingebaut. Von USB Stick booten geht problemlos. Hab ich schon mehrfach gemacht. Mit Ubuntu ist es kein Problem, aus einem ISO Image einen bootfähigen USB-Stick zu erstellen

  5. Steve Says:

    Festplatte hab ich eine Notebook 2,5 ´160 GB Von WD drin 1GB normaler Desktop Ram DDR2 800 langt vollkommen ! Hab jetzt festgestellt das noch ein zusätzlicher Gehäusekühler gut wäre da sich das Kistl´ganz schön aufheizt !

  6. Erwin Says:

    Hello Elektronik Blogger. Can you test or confirm if X27D with Ubuntu supports suspend to RAM. Shuttle support can only confirm that it works with Vista, but who wants that?:) They say that it consumes 4 Watt in suspend to RAM. Thanks in advance.

  7. Bernd Says:

    Mich würde interessieren ob der Rechner für Multimedia geeignet ist. Speziel für die Wiedergabe von WMV HD.

  8. Markus Says:

    Wie es mit Windows Formaten aussieht, speziell unter Windows, kann ich nichts sagen. Unter Linux habe ich bisher nur DivX in HD testen können. Bei starken Bildänderungen (Kameraschwenks) kann es zu leichtem Ruckeln kommen. Es funktioniert, aber ein ION Chipsatz wäre in dem Fall eher angebracht.


Switch to our mobile site