Linux und Spiele

Ein häufiger Kritikpunkt an Linux sind die mangelnden Spiele. Ich habe mich deshalb mal mit dem Thema etwas näher beschäftigt. Was dabei heraus gekommen ist möchte ich in einer kleine Reihe von unregelmäßig erscheinenden Artikeln erläutern.

Grundsätzlich muss man sagen, es gibt Spiele für Linux. Sogar einige recht gute. Was allerdings fehlt sind die Mainstream Spiele, über die man üblicherweise in Zeitschriften liest und die man in bekannten großen Elektronikmärkten bekommt. Hier scheuen die Entwickler den Mehraufwand. Leider hat sich vor kurzem einer der wenigen kommerziellen Spieleentwickler, der seine Spiele auch für Linux portiert hat, vom Linux Markt zurückgezogen (Ich finde leider gerade nicht die entsprechende Meldung und der Herstellername fällt mir nicht ein).

Die am stärksten vertretene Spielekategorie unter Linux sind, man muss fast sagen “leider”, die Egoshooter. Aber auch Echtzeit Strategiespiele und natürlich viele kleine Shoot ‘em Up’s sind zahlreich vertreten.

Beginnen werde ich mit den Spielen, die sich aus den normale Quellen von Ubuntu 9.04 installieren lassen. Als Einstieg beginne ich mit einem kleinen Spaceshooter namens Chromium B.S.U.

Installieren lässt sich das Spiel, wie jede Software unter Ubuntu, mit dem Befehl

> sudo apt-get install chromium

Das Ganze hat nichts mit dem Chromium Browser zu tun :) . Es handelt sich dabei um einen klassischen vertikalen Shooter mit Schilden, Power Ups und Endbossen am Ende jedes Levels. Ziel ist es, wie könnte es anders sein, dass Abschießen aller Gegner. Die Besonderheit bei diesem Spiel ist, dass man wirklich keinen Gegner verpassen darf. Sobald ein Gegner vorbei gerutscht ist, verliert man ein Leben.

Das Spiel lässt sich mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden spielen, wobei der Unterschied nur in der Geschwindigkeit und Feuerrate der Gegner besteht. Leider lässt sich der aktuelle Spielstand nicht speichern. Man kann lediglich ab dem Level weiterspielen, den man als letztes vollständig durchgespielt hat. Wer auf Punktejagt gehen will braucht also Zeit.

Das Spiel macht anfangs unheimlich Spaß, aber leider fehlt die Abwechslung. Es gibt insgesamt nur sieben oder acht Gegner, einschließlich der Endbosse. Einzig der Hintergrund wechselt von Level zu Level.

Fazit:

Ein nettes Spiel für zwischendurch, aber nichts, woran man längerfristig Spaß hat.

2 Kommentare.

  1. Der Hersteller, der sich aus dem Linux-Markt zurück gezogen hat, war id Software (Doom, Quake, Wolfenstein).

  2. Hat aber soweit ich weiß seinen Rück-Rückzug bekanntgegeben.