Ubuntu Unity Desktop mit Compiz unter Natty Narwhal 11.04 Alpha 1

Bisher habe ich alle Tests von Natty Narwhal von einem Live USB Stick gemacht. Jetzt habe ich den ersten Test auf meinem Dell Inspiron 6400n gewagt, ein seit je her gnädiger Rechner, was Linux Unterstützung angeht. Dementsprechend problemlos lief die Installation.

Der Unity Desktop in Natty Narwhal

Der Unity Desktop in Natty Narwhal

Da die letzte Live CD immer noch vom 06.12. stammt gab es nach der Installation naturgemäß viele Updates. Und es gab auch einige Neuerungen, speziell im Startmenu.

Am Konzept zu der Unity Version von Maverick Meerkat hat sich nichts geändert. Die Fenster Menus sollen weiterhin im oberen Panel angezeigt werden, ähnlich wie bei OS X. Dies gelingt jedoch nach wie vor noch nicht bei allen Programmen wie zum Beispiel bei Firefox oder, erstaunlicherweise, bei Synaptic.

Die Fensterleiste, oder genauer gesagt die Fensterbuttons, soll bei maximierten Fenstern ebenfalls in das obere Panel integriert werden. Dies hat bei der alten Unity Version zumindest bei GTK+ Programmen problemlos funktioniert. In der neuen Version mit Compiz ist dies jedoch noch nicht implementiert. Daran wird gearbeitet.

Der über das Ubuntu Logo erreichbare Programmstarter sowie die auf Zeitgeist basierenden Programm- und Dateihistorien der ersten Unity Version sind ebenfalls nicht implementiert. Auch diese werden sicher noch folgen.

Die Hauptarbeit wird derzeit am Startmenu geleistet. Hier gibt es einige optische Änderungen und neue Funktionen. Gegenüber der ersten Version hat sich das Erscheinungsbild leicht geändert, die Mülltonne ist nach unten gewandert. Die Starter klappen ein, wenn der Platz nicht ausreicht und man kann die Starter nach oben und unten verschieben. Das Verschieben der Starter im Panel funktioniert noch nicht, wird aber sicher auch bald implementiert.

Neu ist auch das Kontext Menu im Startmenu. Mit Open new Window lassen sich jetzt mehrere Instanzen eines Programms starten. Dies war in der ersten Version von Unity noch nicht möglich. Ein Kritikpunkt der ersten Version ist damit schon einmal beseitigt.

Unity Kontextmenu

Unity Kontextmenu

Das Kontext Menu zeigt bei einigen Programmen auch zusätzliche Optionen, wie hier am Beispiel von recordMyDesktop.

Aber kommen wir zum spannendsten Teil. Auch ein Kritikpunkt der ersten Unity Version war die Platzverschwendung des Startmenus. In der ersten Compiz Version von Unity gab es noch ein einfaches Autohide. In der aktuellen Version kann man bereits Intellihide bewundern.

Intellihide wurde an die gleichnamige Funktion von Docky angelehnt. So lange kein Fenster maximiert ist bleibt das Startmenu sichtbar. Maximiert man ein Fenster, verschwindet das Startmenu und lässt sich hervorzaubern, indem man die Maus über das Ubuntu Logo in der linken oberen Ecke bewegt.

Hat man kein Fenster maximiert und verschiebt ein Fenster in den Bereich des Startmenus verschwindet es ebenfalls und verdeckt so nicht das Fenster. Alles in allem wie ich finde eine gelungene Umsetzung.

Da ein Bild bekanntlich mehr sagt als 1000 Worte und ein Video mehr sagt als 1000 Bilder gibt es selbstverständlich auch ein kurzes Video. Im Video ist zu sehen, wie ich versuche die Fenster im Expose Mode zu verschieben. Warum das nicht funktioniert hat ist mir nicht klar. Jetzt funktioniert es ohne Probleme. Möglich, dass es etwas mit dem Desktop Rekorder zu tun hat.

(Das Video wird nur im Blog angezeigt)

Ich bin gespannt, was sich in den nächsten Wochen und Monaten noch so alles tut. Für kleine Geräte ist Unity auf jeden Fall ein interessante Idee und auf meinen Laptops wird der Desktop sicher der Standard. Leider habe ich kein echtes Netbook, um auf einem richtig kleinen Bildschirm einen Eindruck zu bekommen.

Ob Unity bei mir auf dem Desktop landen wird muss sich noch zeigen. Ausprobieren werde ich es auf jeden Fall, wenn es soweit ist.

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8 Responses to “Ubuntu Unity Desktop mit Compiz unter Natty Narwhal 11.04 Alpha 1”

  1. Jens Says:

    Vielen Dank für den Blick in die Zukunft! Ich habe mir auf dem Laptop mal Unity unter Lucid Lynx installiert, da blitzte es nur so vor Grafikfehlern, benutzen konnte ich es nicht.

    Um mal das Feeling des Docks an der linken Seite zu testen, habe ich dann (wieder unter Gnome) ein einfaches, 50px breites Gnomepanel erstellt, meine Anwendungen hinzugefügt und das “Autoausdehnen” abgeschaltet. Dazu die Faenza-Icons installiert und siehe da, bei einem Widescreen gar nicht so verkehrt. Da kann man sich dran gewöhnen.
    Wenn dann noch ein Mehrwert (z.B. Kontextmenü, wie auf Deinem Screenshot zu sehen) hinzukommt – das wird schon was :)

    Ich freue mich auf Natty und werde über Weihnachten auch mal eine Alpha testen!

    LG,
    Jens

  2. Das Wort Says:

    Nutze doch für diesen Zweck lieber Docky, das kommt in der Funktionalität näher, und ist nicht so kompliziert wie Cairo-Dock etc.

  3. Markus Says:

    Noch eine Frage: Kann man trotzdem noch das “Erscheinungsbild” ändern z.B.in Crux Mist usw oder ist diese Funktion mit Unity hinfällig?

    Gruß von Markus

  4. burli Says:

    Man kann, funktioniert derzeit aber nur das Toolkit, aber nicht für das Panel oder das Startmenu.

    Das Theming kommt sicher noch. Wir sind bei Alpha 1

  5. Eden Says:

    Zwei Dinge finde ich an der Unity-Leiste interessant:
    - den netten Hintergrund des Kontextmenüs und
    - die Zusatzoptionen im Kontextmenü.

    Zum ersten Punkt: Gibt es sowas nur bei Unity oder ist sowas auch im normalen Design verfügbar? Ich nutze Elementary und kenn mich im nativen Design nicht so aus :razz:
    Zweitens: Weiß jemand, ob es geplant ist, diese Optionen auch ins normale Menü der Panelleiste zu integrieren? oder bleibt das nur Unity vorbehalten?

  6. burli Says:

    Soweit ich weiß ist das nur bei Unity so und ich denke nicht, dass das in den Mainstream kommt. Höchstens als Zusatz oder eigenes Theme, wenn das jemandem gefällt und sich die Mühe macht

  7. Nona Mills Says:

    Noch eine Frage: Kann man trotzdem noch das “Erscheinungsbild” ändern z.B.in Crux Mist usw oder ist diese Funktion mit Unity hinfällig? Gruß von Markus

  8. burli Says:

    Kann man, aber nur für die Programme. Das Panel und der Launcher bleiben davon unbeeindruckt.


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