Annoying Banshee
Der Mediaplayer Banshee ist inzwischen bekanntermaßen der Standard Musik Player für Ubuntu. Banshee hat aber nach wie vor einige nervige Eigenschaften.
Vor allem der Alben Browser ärgert mich fast täglich. So lange man ein Album von einem Interpreten hat ist die Welt noch in Ordnung. Das Album wird als ein Album angezeigt. Hat man jedoch einen Sampler mit verschiedenen Interpreten wird jeder Interpret als eigenständiges Album angezeigt. Im Zweifel hat man also so viele Alben wie Titel.
Man kann das beheben, indem man alle Titel aus dem Album markiert, mit der rechten Maustaste das Kontextmenü öffnet und “Titelinformationen bearbeiten” auswählt. Hier muss man einen Haken bei “Album-Künstler einer Kompilation:” setzen und in dem Feld darunter den Albennamen eintragen. Wichtig: man muss noch auf das Symbol rechts daneben klicken, damit die Änderung auf alle Titel angewendet wird.
Leider speichert Banshee diese Änderung anscheinend nicht in den Titel sondern in einer eigenen Datenbank. Das bedeutet, dass man diese Änderung auf jedem Rechner oder nach einer kompletten Neuinstallation des Systems (wie mir jetzt passiert) machen muss.
Und dann ist da noch das Problem mit den Albencovern. Teilweise funktioniert das automatische Nachladen des Covers problemlos. Teilweise nicht. Manchmal hilft es nicht einmal, ein Bild des Covers in dem Ordner abzulegen.
Ganz kurios wird es aber im Zusammenhang mit dem oben beschriebenen Problem. Ich hatte mehrfach den Fall, dass die Korrekten Cover angezeigt wurden, so lange jeder Titel einzeln als Album aufgeführt war. Nachdem ich die Titel zusammengefasst habe war das Cover verschwunden.
Also hat jetzt etwa die Hälfte der Alben kein Cover und ich muss auf jedem Rechner, auf den ich die Musik kopiere, jedes mal die Alben neu zusammenfassen. Ziemlich lästig wie ich finde. Oder gibt es dafür eine Lösung?
Tags: Banshee

September 15th, 2011 at 12:23 pm
Hi,
Das Problem mit den Covern hatte ich auch schon. Aber dann bin ich darauf gekommen, dass man das Bild einfach mit Drag’n'Drop auf das Coverfeld ziehen kann.
Und wenn du deine Musik auf andere PCs kopierst, kannst du ja auch gleich die Datenbank mitkopieren (~/.config/banshee-1/banshee.db).
Mfg reisub
September 15th, 2011 at 12:24 pm
Ja. In den Einstellungen → ‘Write metadata to files’.
Das gleiche Problem hatte ich übrigens auch schon mit Shotwell, welches auch so eingestellt ist die Daten in eine eigene DB zu schreiben und nicht in die Photos. Unverständlich für mich, denn wofür versehe ich meine Bilder mit Tag, wenn nicht um diese dauerhaft zu haben.
Nach einer Neuinstallation waren in Banshee & Shotwell das reinste Chaos.
Ein Minuspunkt für Ubuntu.
Vor allem, weil weniger technik ambitionierte Nutzer die ‘write to file’ Funktion wahrscheinlich nicht finden werden und für sie ein eigentlich funktionsfähiges Programm ‘kaputt’ erscheint.
September 15th, 2011 at 12:44 pm
Hallo,
weißt du ob beim nachträglichen Aktivieren der Funktion alle bisherigen Änderungen in die Metadaten geschrieben werden, oder nur zukünftige Änderungen?
Aber ich muss sagen dass ich bis jetzt Rhythmbox treu geblieben bin. Ich fand das alte iTunes Konzept einfach perfekt… Rhythmbox gefällt mir heute besser als das aktuelle iTunes!
Einfach strukturiert und rasend schnell; auf meiner Hardware ist Banshee total langsam und deshalb ungemütlich durch das ganze Laden der Cover.
Gibt es ein Rhythmbox-ähnliches Programm das noch in aktiver Entwicklung ist?
Irgendwann werd ich wohl oder übel wechseln müssen…
Gruß,
Tim
September 15th, 2011 at 1:01 pm
Ich tagge daher mit Easytag. Kompilationen bekommen als Künstler “Various Artists” und der richtige Künstler wird dann dann extra im Feld “Original Künstler” (Oder so ähnlich) eingetragen
Grüße
Christoph
September 15th, 2011 at 1:08 pm
Ich Ripper gerade meine CD Sammlung mit Sound Juicer neu. Da mache ich das im Prinzip genauso. Nutzt nur nix. Banshee separiert trotz identischem Album Titel.
Rhythmbox macht es übrigens richtig
September 15th, 2011 at 1:08 pm
Ich habe den »Eindruck« das auch bei Nachträglichen aktivieren die Daten geschrieben werden. Jedenfalls sah meine Musiksammlung, die ich nach dem aktivieren auf den Laptop kopiert hatte, dort ordentlich aus.
Grüße
Paradiesstaub
September 15th, 2011 at 3:44 pm
Schau dir einmal Beatbox vom elementary Projekt an! Ist auf jeden Fall schneller und Ressourcen schonender als Banshee und in aktiver Entiwcklung!
September 15th, 2011 at 3:46 pm
Das Problem ist ganz einfach, dass Banshee nicht das Album Artist Tag verwendet. Wäre am einfachsten, da es ein bereits etabliertes Tag ist.
September 16th, 2011 at 9:52 am
Das ist ein grund warum ich Clementine verwender, der fasst die alle schön unter dem Punkt Various Artist zusammen, auch wenn in den Tags der richtige Artist drinne steht. Macht außer Clementine übrigens Amarok auch so
September 16th, 2011 at 1:31 pm
Viel interessanter wäre ja, ob Banshee inzwischen mal stabil läuft. Ich hab es lange mit der Version in den Quellen ausgehalten, aber nach ein paar Abstürzen zu viel bin ich dann zum Daily-Repo. Besser wurde es leider nicht. Inzwischen bin ich mit Clementine ganz zufrieden, aber es ist halt Qt. Eine GTK-Anwendung wäre mir lieber (auch fühlte sich Banshee besser an).
September 17th, 2011 at 9:44 am
genau das problem hatte mein opa auch. und glaub mir opa’s können nerven was nicht geht. auch das wenn du lieder mit dem cd ripper einspielst, passiert es oft, das die samplergruppierung verloren geht bzw nicht übernommen wird. resultat die scheißsoftware entfernt und rhythmbox wieder installiert.
September 17th, 2011 at 5:58 pm
Ich kann die hier beschriebenen Probleme mit Banshee nicht nachvollziehen. Eine Kompilation wird in Banshee (also auf meinem Rechner, Ver. 2.0.1) als solche angezeigt, auch das dazu passende Cover wird gefunden und im Albumbrowser auch entsprechend zugeordnet. Ich kann die Interpreten einzeln aufrufen mit dem entspr. Cover der Kompilation. In den Tags wird ebenfalls der Albumname der Kompilation angezeigt. Als Album-Künstler steht ‘Various Artist’ aber Interpret der korrekte Name des Interpreten, ohne das ich das ‘von Hand’ so eingepflegt hätte.
Albumcover:
Wenn ich im Titeleditor (Songliste, rechte Maustaste, Titelinformationen bearbeiten) mit der rechten Maustaste auf das ‘CD-Cover-Bild’ klicke und anschließend über ‘Neues Cover auswählen’ das Cover von der Festplatte einpflege wird es auch nach einer Neuinstalltion wieder angezeigt, ohne daß ich die Datenbank explizit gesichert hätte…
iTunes-Synchronisation:
Da Banshee echte Probleme hat eine iTunes Datenbank vernünftig zu importieren oder gar mit dem iPhone abzugleichen gehe ich einen Umweg… Mit grsync übertrage ich den Musik-Ordner auf den Windows Desktop (C:/Users/name/Desktop/Banshee). Anschließend importiere ich via iTunes diesen Ordner und synchronisiere anschließend mit meinem iPhone – inkl. der unter Linux eingepflegten Cover…
Zu Rhythmbox kann ich nichts sagen, ich hab es noch nie verwendet, weil es zu schwerfällig auf meinem Rechner läuft und irgendwie unflexibel ist – also deinstalliert. Clementine finde ich gut, allerdings hat dieses an sich tolle Programm Probleme die korrekten Cover zu finden. In Clementine fehlt mir ebenfalls ein Albumbrowser und die Sync. mit dem iPhone ist auch nicht fehelerfrei möglich. Clementine zerschießt mir die iTunes-Datenbank auf dem iPhone und scheidet somit auch aus.
September 30th, 2011 at 8:44 pm