Haus-Sanierung in Zahlen
Hier wie versprochen die Einsparung beim Gasverbrauch in Zahlen.
- 2008: ca 27900kWh (ohne Isolierung)
- 2009: ca 23300kWh (ab Mai mit Isolierung)
- 2010: ca 16850kWh
- 2011: ca 14300kWh
Wenn man jetzt noch berücksichtigt, dass der Winter 2007/2008 einige gerade wärmer war als die beiden darauf folgenden Winter, macht das die Einsparungen noch deutlicher. Der Jahresdruchschnitt in 2008 lag in unserer Region bei etwa 9,9°C, in 2010 war es etwa 9,2°C.
Mein Ziel ist es, den Energieverbrauch auf unter 11000kWh zu senken. Dafür will ich keine neuen Investitionen tätigen sondern nur das Verhalten ändern. Die einzige Investition, die ich eventuell noch tätigen werde, sind intelligente Heizungsventile und vernetzte Temperatursensoren in den entscheidenden Räumen, um unnötige Verbräuche aufzuspüren und zu vermeiden.
Eine Reduzierung unter 10000kWh sollte ich vermeiden, da ich sonst in einen anderen Tarif falle und erheblich mehr zahle. 10000kWh würden 650€ kosten, 9999kWh kämen auf 835€. Wenn ich unter die 10000kWh Grenze kommen sollte muss ich diese deutlich unterschreiten.
Tags: gas, isolierung
März 27th, 2012 at 9:03 am
Hi, die Zahlen schauen ja verlockend aus. Leider kenne ich nicht die Grunddaten (Hausgrösse/Art der Isolierung) usw.
Ich habe diesen Winter elektronisch gesteuerte Ventile eingesetzt und glaube, es bringt auch Einiges.
Vielleicht kannst Du mir ein paar Zahlen zu Deinen Erfahrungen senden.
Besten Dank im voraus
Gruss Thomas
März 27th, 2012 at 9:21 am
Ich muss gestehen, dass ich die genaue Wohnfläche des Hauses nicht kenne. Dürfte alles in allem 100-120m² sein.
Das Haus ist ein Doppel-Reihenhaus mit zwei Etagen plus ausgebautem Dachboden plus Keller mit einem beheizten Aufenthaltsraum.
Bei der Sanierung wurde das Dach isoliert. Die Glasfaserwolle, die vorher nur unvollständig war, wurde ergänzt und mit 12cm Styropor erweitert. Insgesamt ca 16cm Isolation. Als Nebeneffekt ist der Dachboden jetzt nicht mehr so zugig. Das Dach war vorher doch recht undicht und wenn es windig war hat man den Raum kaum warm bekommen, egal wie man geheizt hat.
Die 70er Jahre Fenster mit Doppelverglasung wurden gegen 3 fach verglaste Fenster ausgetauscht. Allein das hat schon viel gebracht. Ein Fenster im Treppenhaus war bei besonders kalten Perioden gerne mal von innen zugefroren.
Außerdem wurde die Fassade mit, wenn ich mich richtig erinnere, 14cm Styropor isoliert. Last but not least haben wir die alten Heizkörper gegen moderene ausgetauscht, was die Wassertemperatur deutlich reduziert. Eine Brennwert Gasheizung hatten wir vorher schon, weshalb ich da erstmal nichts ändern werde.
Es gibt allerdings immer noch Verbesserungsbedarf. Zum Beispiel eine Stahltür, durch die vor allem an den kalten Tagen extrem viel Kälte ins Haus kommt. Oder auch einige undichte Kellerfenster.
Man muss aber auch realistisch sein. Bis sich die Investitionen finanziell rechnen vergehen einige Jahre. Aber wenn die Heizkosten weiter steigen, wovon auszugehen ist, wird die Amortisierungsgrenze immer weiter nach vorn geschoben. Außerdem habe ich jetzt eine ganz andere Basis, um weitere Einsparungsmaßnahmen vorzunehmen. Und der Komfortgewinn ist eigentlich unbezahlbar.