Archiv für die Kategorie ‘Hardware’

Neue Xmega Datenblätter

Donnerstag, 10. Dezember 2009
ATxmega128A3

ATxmega128A3

Auf der Webseite von Atmel sind zwei neue Xmega Datenblätter zu finden. ATxmega256D3/192D3/128D3/64D3 und ATxmega128D4/64D4/32D4/16D4

Ein erster Blick in die Datenblätter lässt vermuten, dass es sich um LowCost Varianten der ATxmega32A4 und ATxmega128A3 handeln könnte.

Statt fünf bzw sechs USARTs finden sich nur zwei bzw drei. Ebenso gibt es weniger 16 Bit Timer. Die AD Wandler wandeln statt mit schnellen 2Msps nur mit 200ksps. Der DAC fehlt komplett, ebenso wie die AES/DES Crypto Engine. Beim ATxmega_D4 wurde wohl auch auf JTAG verzichtet.

Immerhin hat Atmel nicht am Speicher gespart. Der ATxmega128D3 enthält wie der ATxmega128A3 neben 128kByte Flash 8kByte RAM und 2kByte Eeprom.

Ziel scheint wohl eine deutliche Reduzierung der DIE Größe und damit eine Kostenreduzierung zu erzielen. Neuerungen gibt es keine.

Linux für ältere Rechner optimieren - Teil 2

Montag, 13. April 2009

Wer wie ich ältere Rechner mit 512MB RAM oder weniger hat muss diese nicht gleich wegwerfen. Mit dem richtigen Betriebssystem kann man die durchaus noch verwenden. Für diesen Artikel werde ich mich auf Xubuntu Hardy beziehen, eine Ubuntu Distribution mit Xfce als Desktop.

Viele werden vielleicht sagen, ein Terminal und ein einfacher Window Manager wie Openbox reicht, aber ich möchte bewust auf Xfce setzen um nicht auf den Komfort eines modernen Desktops verzichten zu müssen.

Man kann das ISO Image von dieser Seite herunterladen und brennen. Am besten verwendet man die Version xubuntu-8.04.1-alternate-i386.iso. Die eigentliche Installation ist hier beschrieben.

Die Standard Installtion beinhaltet viele Programme, die automatisch gestartet werden. Einige davon sind nützlich, aber nicht unbedingt nötig, andere sind überflüssig. In diesem Teil geht es darum diese Programme zu deaktivieren um nach dem Start mehr RAM zur Verfügung zu haben.

Wenden wir uns zunächst den Autostarts zu. Diese findet man unter:

  • Applications->Einstellungen->Alle Einstellungen->Autostarted Apps
Autostarted Apps

Autostarted Apps

Im Prinzip kann man alle Autostarts deaktivieren, da die meisten Programme nur dazu dienen, die einzelnen Funktionen zu steuern oder Nachrichten anzuzeigen. So druckt der Drucker z.B. auch ohne das Applet für die Druckerwarteschlange und der Rechner verbindet sich auch ohne Network Manager mit dem LAN. Wie man WLAN ohne den Network Manager einrichtet beschreibt das Wiki von Ubuntuusers.

Den Update Notifier muss man natürlich dadurch ersetzen, indem man von Hand nach Software Updates sucht oder apt-get update als cron Job ausführt. Check for ne Hardware Drivers benötigt man auch nicht jeden Tag. Sollte man eine Hardware installieren, die nicht automatisch erkannt wird, kann man den Befehl sudo jockey-gtk manuell ausführen.

Allein durch diese Maßnahmen kann man etwa 40MB mehr Speicher im RAM gewinnen, was sich vor allem auf Rechnern mit 256MB bemerkbar macht.

Die Programm laufen nach der Deaktivierung noch bis zum nächsten Neustart. Sollte man doch eines der Programme benötigen kann man es jederzeit durch setzen des Hakens wieder aktivieren.

Jaunty und Xfce 4.6

Ab Jaunty verwendet Xubuntu Xfce 4.6. Hier findet man die automatisch gestarteten Programme unter Applications->Einstellungen->Sitzung und Startverhalten->Automatisch gestartete Anwendungen

Dienste

Zusätzlich zu den Autostarts kann man auch noch einige Dienste deaktivieren, sofern man sie nicht benötigt. Diese findet man unter Applications->System->Dienste. Nachdem man den Dialog entsperrt hat, kann man Dienste wie die Bluetooth-Geräteverwaltung oder den Druckerdienst deaktivieren. Ebenfalls deaktivieren kann man (klogd) und (sysklogd). Diese Dienste protokollieren eventuelle Fehler und ähnliches. Sie sind nützlich, aber nicht zwingend erforderlich.

Hier muss man jedoch etwas vorsichtiger vorgehen, da die Dienste sofort beendet werden und die entsprechenden Funktionen auch nicht mehr genutzt werden können. Auf keinen Fall darf man den Dienst Grafischer Anmedebildschirm (gdm) beenden, da dies zur sofortigen Beendigung von Linux führt.

Man darf von den genannten Maßnahmen keine Wunder erwarten. Sie machen den Rechner nicht wirklich schneller. Aber sie sorgen dafür, das der Rechner nicht frühzeitig ausgebremst wird, weil der Speicher ausgelagert werden muss.

Shuttle X27D Nettop und Linux - Top!

Freitag, 27. Februar 2009

Ich habe heute schon Weihnachten. Der bestellte Shuttle X27D Barebone ist eingetroffen. Und was soll ich sagen, ich bin begeistert.

Die wichtigsten Daten:

  • Intel Atom330 mit 1,6GHz
  • GBit LAN
  • DVI und VGA
  • Bis zu 2GB RAM
  • Abmessungen nur 25×18,5×7cm
  • und für mich das absolute Highlight: Ein guter alter COM Port

Als ich das gute Stück bekommen habe musste ich schon schmunzeln. Die komplette Verpackung ist schon kleiner als der kleinste PC, den ich hier habe. Nach dem Auspacken hatte ich ein schnuckliges kleines, aber durchaus robustes Gehäuse in der Hand.

Das Gehäuse lässt sich durch Lösen von zwei Rändelschrauben leicht öffnen. Darunter verbirgt sich der Träger für ein Slim Laufwerk und eine 2,5″ Festplatte. Dieser Träger lässt sich ohne Werkzeug und mit einem Handgriff leicht entfernen.

Shuttle X27D Innenleben

Shuttle X27D Innenleben

In dem Barebone werkelt ein Mainboard im Mini-ITX Format. Neben dem Mainboard befindet sich der Spannungswandler, der aus den 12V des externen 60W Netzteils die nötigen Spannungen für das Mainboard erzeugt.

Der gesamte Aufbau wirkt aufgeräumt, robust und durchdacht. Dafür gibt es schonmal den ersten dicken Pluspunkt.

Da ich den PC ohne Festplatte betreiben möchte war der Zusammenbau einfach und schnell erledigt. Überflüssige Kabel raus, Speicherrigel rein, Trägerplatte und Deckel wieder an Ort und Stelle, fertig. Jetzt noch die Kabel anschließen, den vorbereiteten USB Stick (mit Xubuntu 8.10) rein, einschalten. Doch Moment, wo ist der Einschalter? Den musste ich tatsächlich erst einmal suchen. Ein kleiner, silbern Knopf, den ich Anfangs für eine Verzierung hielt, entpuppte sich als Einschalter. Leider ist das Ding so klein geraten, dass man es fast nur mit dem Fingernagel betätigen kann.

Doch jetzt konnte es losgehen. Einschalten, warten bis sich der Monitor aktiviert, und dann kurz ins BIOS schauen. Leider zu langsam, ehe ich es mich versehen konnte hat der Rechner schon den USB Stick gefunden und hat angefangen zu booten. Der Bootvorgang lief problemlos, bis der Grafiktreiber geladen werden sollte. Dummerweise habe ich den USB Stick auf einem anderen Rechner mit Nvidia Grafikkarte eingerichtet und, intelligent wie ich bin, auch den Nvidia Treiber installiert. ;) Aber das war kein Beinbruch. Nach drei Klicks an der richtigen Stelle war auch diese Hürde genommen.

Der Rechner hat den Rest ohne Probleme gebootet, die Auflösung stimmt, Sound funktioniert. Dann kam das, was ich befürchtet habe: mein altes Problem mit Intrepid und meinem DSL Router hat zugeschlagen. Kein LAN. Also die bereits bekannten Änderungen in /etc/network/interface vorgenommen und nochmal neu gebootet (diesmal ging der Bootvorgang noch schneller und ohne Fehler). Leider immer noch kein LAN. Es hat einen Moment gedauert, bis ich dahinter gekommen bin. Intrepid hat die Netzwerkkarte nicht, wie man erwarten würde, als eth0 konfiguriert sondern als eth2. Da kann ich lange an eth0 patchen ;) .

Kurzum, nach der Behebung der (weitestgehend selbst verschuldeten) kleinen Probleme läuft der Rechner. Und das trotz USB Stick erfreulich flüssig. Die Systemsteuerung zeigt warum.

Quattro Forte

Quattro Forte

Der Atom330 ist ein Dual Core Atom mit Hyper Threading. Das macht aus ihm zwar noch keinen Quad Core, aber immerhin können 4 Threads parallel laufen. Das macht sich bei der Arbeit bemerkbar. Die Bearbeitung der Bilder für diesen Artikel mit Gimp und der Firefox lief flüssig.

Fazit

Der Shuttle X27D Barebone ist sein Geld wert. Ein sparsamer, preisgünstiger Rechner in einem kompakten, robusten und gut durchdachten Gehäuse, der für die alltägliche Arbeit mehr als gut gerüstet ist. Die einzigen Wermutstropfen sind der etwas fummlige Schalter und der zwar leise, aber doch vernehmbare Lüfter auf dem Chipsatz. Für mich das absolute Highlight ist der gute alte COM Port. Für mich als Bastler ein wertfolles Feature. Ebenfalls positiv ist das Vorhandensein von zwei PS2 Ports für Maus und Tastatur. Das hält die 4 an der Rückseite zugänglichen USB Ports frei.

Die entscheidenden Gründe für mich war der Atom330, GBit LAN und der DVI Ausgang. Mit einem anderen Chipsatz und passiver Kühlung wäre der X27D in dieser Geräteklasse perfekt.

Am Tag nach Ablauf der Garantie geht das Gerät kaputt? Nicht immer!

Dienstag, 28. Oktober 2008

Vor einigen Tagen wollte ich in meinen Laptop Ohrhörer stecken um in Ruhe Musik zu hören. Dabei hatte der linke Ohrhörer einen Wackelkontakt. Ich dachte das Kabel hätte einen Kabelbruch. Gestern Abend wollte ich ein Headset anschließen um VOIP zu testen. Allerdings ging die linke Seite überhaupt nicht.

Als ich heute den Laptop gebootet hab kam mir der Anmeldesound so komisch vor und ich habe mal genauer hingehört. Der linke Lautsprecher gab keinen Ton von sich.

Also habe ich bei Dell angerufen. Ich hing fast 20 Minuten in der Warteschleife, wollte aber nicht aufgeben und unbedigt mit dem Support sprechen, da der Chat auch dauernd “belegt” war. Die Hartnäckigkeit hat sich gelohnt. Die Garantie für mein Gerät ist am 05.10. ausgelaufen, aber Dell gewährt 14 Tage Kulanz und heute, am 17.10. war der letzte Tag. Hätte ich erst Montag angerufen wäre es zu spät gewesen.

Jetzt kommt am Montag ein Kurierdienst und holt den Laptop ab um ihn kostenlos zu reparieren. Ich sollte vielleicht heute noch Lotto spielen.

[UPDATE]: Heute (28.10.) kam der Laptop schon wieder zurück. Die gesamte Aktion hat also inkl dem Anruf und heute 8 Arbeitstage gedauert. Und dabei sind einige Sachen noch ungünstig abgelaufen (wofür keiner was konnte). Alles in allem ein dickes Lob an Dell.