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Hoffnung für geplagte Besitzer von Samsung Netbooks/Notebooks

Laptops und Netbooks von Samsung hatten bisher meist das Problem, dass sie unter Ubuntu nur bedingt funktioniert haben. Wichtige Funktionen wie das Ändern der Hintergrundbeleuchtung oder die Sondertasten zum Aktivieren/Deaktivieren diverser Funktionen arbeiteten erst nach der Installation des Voria PPA und auch dann nicht immer zuverlässig.

Mit Ubuntu 12.04 Precise Pangolin scheint sich das jetzt zu ändern. Ich habe heute einen Test von einem Live USB Stick gemacht (die aktuellen Images lassen sich derzeit nicht installieren) und konnte feststellen, dass die meisten der Probleme mit Samsung Geräten wohl behoben sind. Getestet habe ich auf meinem Samsung N150 Plus

  • Hintergrundbeleuchtung: bisher ließ sich die Hintergrundbeleuchtung im Batteriebetrieb nicht verändern. Entweder volle Helligkeit oder minimale Helligkeit. Manchmal endete es in einem wilden “blinken” der Hintergrundbeleuchtung. Bei meinem Test hat es problemlos funktioniert.
  • Touchpad: bisher hat die Scrollfunktion auf dem Touchpad nur mit einer manuellen Änderung in modprobe funktioniert und dann auch nur eher schlecht als recht. Auch diese Funktion funktionierte bei meinem kurzen Test ootb.
  • Standby: Standby war bisher eher Glückssache. Immer wieder kam es vor, dass der Rechner nicht mehr aus dem Standby aufgewacht ist. Auch hier scheint es eine Verbesserung zu geben. Ich habe mein Netbook mehrfach in Standby versetzt und wieder aufgeweckt und es ist bisher immer zuverlässig aufgewacht. Ich habe sogar ein Lied in Rhythmbox abgespielt und Standby aktiviert. Nach dem Aufwecken hat das Lied weiter gespielt als wäre nichts gewesen. Auch die WLAN Verbindung wird nach jedem Standby wieder aktiviert.
  • Sondertasten: bisher hatten die meisten der über die FN Taste erreichbaren Sonderfunktionen keine Auswirkung. Ich konnte jetzt nicht alle Funktionen testen bzw ich konnte keine Änderung feststellen, aber einige Tasten wie das Deaktivieren des Touchpads oder die Mute Funktion arbeiten jetzt einwandfrei.

Das einzige Problem, das ich bisher feststellen konnte war, dass der Sound nach mehrfachem Standby nicht mehr funktioniert hat. Das ist bisher aber erst einmal passiert.

Wer also von den Samsung Eigenheiten geplagt ist sollte sich also mal einen USB Stick oder eine CD schnappen und die aktuellen Version von Precise Pangolin testen.

Aber Achtung, nicht installieren. Die aktuelle Version vom 14. und 15.01. bleiben hängen

Insgesamt bleibt zu vermerken, dass sich die Geschwindigkeit von Unity noch mal merklich gebessert hat. Das gesamte System reagiert trotz USB Stick angenehm schnell. Ich hatte heute überlegt, mein Netbook aufgrund der Probleme zu einem Server zu “degradieren”. Nach dem erfolgreichen Test warte ich jetzt jedoch auf ein funktionsfähiges Image, damit ich eine richtige Installation durchführen kann.

PCs und Laptops mit Linux (oder ohne Windows)

Da immer wieder mal gefragt wird, wo man Computer mit Linux, oder zumindest ohne Windows her bekommt, habe ich vor einer Weile angefangen, entsprechende Links zu sammeln. Aufgeteilt ist die Liste in explizite Linux Händler und normale Händler, die auch Windows freie Computer verkaufen.

Hier gehts zur Liste

Wer noch Händler kennt, kann diese hier als Kommentar hinzufügen (werden hier nicht angezeigt bzw die Verlinkung entfernt). Es sollten aber Händler sein, bei denen es die Windows freien Angebote dauerhaft gibt und nicht nur kurzzeitige Sonderangebote sind.

EDIT: Damit nicht jeder kommerzielle Online Shop mit zwei Ubuntu Angeboten gepostet wird werde ich die Aufnahmeregelung etwas verschärfen. Die Linux/Ubuntu/NonOS Angebote müssen eindeutig zu finden sein. Wenn man die Suche bemühen muss oder mühsam jeden PC einzeln anklicken ist der Shop nicht relevant. Ich werde die Einträge im Wiki und in den Kommentaren daraufhin auch nochmal durchsuchen und entsprechend entfernen.

Belinea o.book 13011 und Ubuntu

Seit ein paar Wochen nutze ich ein Belinea o.book 13011 mit Ubuntu. Zeit für einen kleinen Bericht. Zunächst die…

Technische Daten:

  • Display: 33,78 cm (13,3″), Glare-Type, 1280×800 Pixel, LED-Hintergrundbeleuchtung
  • Prozessor: Intel Celeron M ULV 743, 1,3 GHz, 1 MB Cache
  • Arbeitsspeicher: 1 GB DDR2 800
  • Festplatte: 160 GB, 2,5″, SATA
  • Grafik: Intel GMA X4500HD
  • Audio: Integrierte Lautsprecher, Anschlüsse für Mikrofon und Kopfhörer
  • Netzwerk: LAN (10/100 Mbps), WLAN 802.11 b/g
  • Schnittstellen: HDMI, VGA, 2x USB 2.0, Cardreader (SD/MMC), ExpressCard 34
  • Webcam (1,3 MP), Mikrofon
  • Maße (BxHxT): 320x28x240 mm
  • Gewicht: 1,65 kg inklusive Akku
  • Ubuntu 9.10

Das Belinea o.book 13011 kostet ca. 300€ und es gibt eine größere Variante mit Dual Core und 2GB RAM. Diese war leider nicht mehr zu bekommen.

Belinea o.book 13011

Belinea o.book 13011 Mit Ubuntu Uniy

Display

Das o.book hat mit seinen 13″ und dem 16:10 Display mit 1280×800 einen angenehmen Formfaktor. Nicht so klein wie ein Netbook, nicht so klobig und schwer wie ein 15″ Laptop. Die Hintergrundbeleuchtung ist hell genug, um auch im hellen gut arbeiten können. Das spiegelnde Display macht naturgemäß in einigen Situationen weniger Spaß, im großen und ganzen macht es aber einen guten Eindruck für die Preisklasse.

Akku

Der Akku hat eine Laufzeit von 4-4,5 Stunden, je nach Helligkeit der Hintergrundbeleuchtung und Aktivität. Leider erkennt Ubuntu den Akku nicht korrekt. Die maximale Kapazität wird falsch ausgelesen, wodurch der Füllstand in Prozent falsch berechnet wird. Die Restlaufzeit wird jedoch korrekt berechnet.

So kann es kommen, dass man eine Meldung mit niedrigem Akkustand (10% oder weniger) bekommt, gleichzeitig aber noch eine Akkulaufzeit von 2 Stunden angezeigt wird. Das wäre ansich nicht ärgerlich, nur leider fährt Ubuntu dann unter Umständen in den Ruhezustand, obwohl noch für über eine Stunde Saft im Akku wäre. Hier hilft leider nur das Abschalten der Energieverwaltung.

Suspend und Standby funktionieren im Akkubetrieb leider nicht. Weckt man den Rechner wieder auf erscheint kurz der Desktop bzw der Login und man kann kurz tippen und die Maus bewegen. Dann hängt sich der Rechner anscheinend komplett auf.

WLAN

Leider war die WLAN Schnittstelle im Lieferzustand nicht funktionsfähig, da der Kernel noch keinen Treiber dafür enthalten hat. Erst mit Ubuntu 10.04.1 funktionierte WLAN, allerdings leuchtet die WLAN LED permanent. Dieses Problem ist erst mit dem Kernel in Ubuntu 10.10 behoben.

Seitdem funktioniert die WLAN Schnittstelle problemlos und erreicht gute Reichweiten. Ein Problem gibt es jedoch nach wie vor: die Namensauflösung im lokalen Netzwerk via Avahi funktioniert nicht. Dadurch funktionieren manche Funktionen nicht, wie z.B. der lokale User Chat in Empathy. Schließt man den Laptop an das normale LAN Netzwerk an funktioniert alles.

Gehäuse

Die mechanische Verarbeitung ist nicht schlecht für die Preisklasse, die Tastatur brauchbar. Einzig das Touchpad macht manchmal zicken. Dann springt der Mauszeiger wild über den Bildschirm.

Der Lüfter läuft recht häufig, vor allem mit angeschlossenem Netzteil fast permanent. Die Lautstärke ist gerade noch erträglich und geht bei etwas lauteren Umgebungsgeräuschen unter (Musik, Fernseher…).

Leider gibt es keine Klappen für Festplatte und Speicher. Zum Wechseln muss die komplette Unterseite abgeschraubt werden, was für Laien nicht empfehlenswert ist.

Webcam

Die eingebaute Webcam hat eine Auflösung von 1280×1024 Pixeln und wird von Ubuntu sofort erkannt. Die Qualität ist allerdings nur mäßig und besonders bei schwachem Licht rauscht sie sehr stark. Kein Vergleich zu der Logitech Quickcam Pro 9000.

Fazit

Ein günstiges 13″ Gerät mit einigen Macken. Ubuntu (und Unity) laufen mit ordentlicher Geschwindigkeit. Flash Videos lassen sich zumindest in niedriger Auflösung ruckelfrei abspielen. Dank des HDMI Ausgangs ist der Laptop auch als Desktop gut nutzbar. Leider gibt es zahlreiche Macken, mit denen man zwar irgendwie leben kann, die aber recht ärgerlich sind. Ich habe den Laptop vor allem deshalb behalten, weil mir das 13″ Format mit 1280×800 besonders gefällt und es wohl so schnell keine Geräte in diesem Format und vor allem in dieser Preisklasse gibt.

Neue Xmega Datenblätter

ATxmega128A3

ATxmega128A3

Auf der Webseite von Atmel sind zwei neue Xmega Datenblätter zu finden. ATxmega256D3/192D3/128D3/64D3 und ATxmega128D4/64D4/32D4/16D4

Ein erster Blick in die Datenblätter lässt vermuten, dass es sich um LowCost Varianten der ATxmega32A4 und ATxmega128A3 handeln könnte.

Statt fünf bzw sechs USARTs finden sich nur zwei bzw drei. Ebenso gibt es weniger 16 Bit Timer. Die AD Wandler wandeln statt mit schnellen 2Msps nur mit 200ksps. Der DAC fehlt komplett, ebenso wie die AES/DES Crypto Engine. Beim ATxmega_D4 wurde wohl auch auf JTAG verzichtet.

Immerhin hat Atmel nicht am Speicher gespart. Der ATxmega128D3 enthält wie der ATxmega128A3 neben 128kByte Flash 8kByte RAM und 2kByte Eeprom.

Ziel scheint wohl eine deutliche Reduzierung der DIE Größe und damit eine Kostenreduzierung zu erzielen. Neuerungen gibt es keine.

Linux für ältere Rechner optimieren – Teil 2

Wer wie ich ältere Rechner mit 512MB RAM oder weniger hat muss diese nicht gleich wegwerfen. Mit dem richtigen Betriebssystem kann man die durchaus noch verwenden. Für diesen Artikel werde ich mich auf Xubuntu Hardy beziehen, eine Ubuntu Distribution mit Xfce als Desktop.

Viele werden vielleicht sagen, ein Terminal und ein einfacher Window Manager wie Openbox reicht, aber ich möchte bewust auf Xfce setzen um nicht auf den Komfort eines modernen Desktops verzichten zu müssen.

Man kann das ISO Image von dieser Seite herunterladen und brennen. Am besten verwendet man die Version xubuntu-8.04.1-alternate-i386.iso. Die eigentliche Installation ist hier beschrieben.

Die Standard Installtion beinhaltet viele Programme, die automatisch gestartet werden. Einige davon sind nützlich, aber nicht unbedingt nötig, andere sind überflüssig. In diesem Teil geht es darum diese Programme zu deaktivieren um nach dem Start mehr RAM zur Verfügung zu haben.

Wenden wir uns zunächst den Autostarts zu. Diese findet man unter:

  • Applications->Einstellungen->Alle Einstellungen->Autostarted Apps
Autostarted Apps

Autostarted Apps

Im Prinzip kann man alle Autostarts deaktivieren, da die meisten Programme nur dazu dienen, die einzelnen Funktionen zu steuern oder Nachrichten anzuzeigen. So druckt der Drucker z.B. auch ohne das Applet für die Druckerwarteschlange und der Rechner verbindet sich auch ohne Network Manager mit dem LAN. Wie man WLAN ohne den Network Manager einrichtet beschreibt das Wiki von Ubuntuusers.

Den Update Notifier muss man natürlich dadurch ersetzen, indem man von Hand nach Software Updates sucht oder apt-get update als cron Job ausführt. Check for ne Hardware Drivers benötigt man auch nicht jeden Tag. Sollte man eine Hardware installieren, die nicht automatisch erkannt wird, kann man den Befehl sudo jockey-gtk manuell ausführen.

Allein durch diese Maßnahmen kann man etwa 40MB mehr Speicher im RAM gewinnen, was sich vor allem auf Rechnern mit 256MB bemerkbar macht.

Die Programm laufen nach der Deaktivierung noch bis zum nächsten Neustart. Sollte man doch eines der Programme benötigen kann man es jederzeit durch setzen des Hakens wieder aktivieren.

Jaunty und Xfce 4.6

Ab Jaunty verwendet Xubuntu Xfce 4.6. Hier findet man die automatisch gestarteten Programme unter Applications->Einstellungen->Sitzung und Startverhalten->Automatisch gestartete Anwendungen

Dienste

Zusätzlich zu den Autostarts kann man auch noch einige Dienste deaktivieren, sofern man sie nicht benötigt. Diese findet man unter Applications->System->Dienste. Nachdem man den Dialog entsperrt hat, kann man Dienste wie die Bluetooth-Geräteverwaltung oder den Druckerdienst deaktivieren. Ebenfalls deaktivieren kann man (klogd) und (sysklogd). Diese Dienste protokollieren eventuelle Fehler und ähnliches. Sie sind nützlich, aber nicht zwingend erforderlich.

Hier muss man jedoch etwas vorsichtiger vorgehen, da die Dienste sofort beendet werden und die entsprechenden Funktionen auch nicht mehr genutzt werden können. Auf keinen Fall darf man den Dienst Grafischer Anmedebildschirm (gdm) beenden, da dies zur sofortigen Beendigung von Linux führt.

Man darf von den genannten Maßnahmen keine Wunder erwarten. Sie machen den Rechner nicht wirklich schneller. Aber sie sorgen dafür, das der Rechner nicht frühzeitig ausgebremst wird, weil der Speicher ausgelagert werden muss.

Shuttle X27D Nettop und Linux – Top!

Ich habe heute schon Weihnachten. Der bestellte Shuttle X27D Barebone ist eingetroffen. Und was soll ich sagen, ich bin begeistert.

Die wichtigsten Daten:

  • Intel Atom330 mit 1,6GHz
  • GBit LAN
  • DVI und VGA
  • Bis zu 2GB RAM
  • Abmessungen nur 25×18,5x7cm
  • und für mich das absolute Highlight: Ein guter alter COM Port

Als ich das gute Stück bekommen habe musste ich schon schmunzeln. Die komplette Verpackung ist schon kleiner als der kleinste PC, den ich hier habe. Nach dem Auspacken hatte ich ein schnuckliges kleines, aber durchaus robustes Gehäuse in der Hand.

Das Gehäuse lässt sich durch Lösen von zwei Rändelschrauben leicht öffnen. Darunter verbirgt sich der Träger für ein Slim Laufwerk und eine 2,5″ Festplatte. Dieser Träger lässt sich ohne Werkzeug und mit einem Handgriff leicht entfernen.

Shuttle X27D Innenleben

Shuttle X27D Innenleben

In dem Barebone werkelt ein Mainboard im Mini-ITX Format. Neben dem Mainboard befindet sich der Spannungswandler, der aus den 12V des externen 60W Netzteils die nötigen Spannungen für das Mainboard erzeugt.

Der gesamte Aufbau wirkt aufgeräumt, robust und durchdacht. Dafür gibt es schonmal den ersten dicken Pluspunkt.

Da ich den PC ohne Festplatte betreiben möchte war der Zusammenbau einfach und schnell erledigt. Überflüssige Kabel raus, Speicherrigel rein, Trägerplatte und Deckel wieder an Ort und Stelle, fertig. Jetzt noch die Kabel anschließen, den vorbereiteten USB Stick (mit Xubuntu 8.10) rein, einschalten. Doch Moment, wo ist der Einschalter? Den musste ich tatsächlich erst einmal suchen. Ein kleiner, silbern Knopf, den ich Anfangs für eine Verzierung hielt, entpuppte sich als Einschalter. Leider ist das Ding so klein geraten, dass man es fast nur mit dem Fingernagel betätigen kann.

Doch jetzt konnte es losgehen. Einschalten, warten bis sich der Monitor aktiviert, und dann kurz ins BIOS schauen. Leider zu langsam, ehe ich es mich versehen konnte hat der Rechner schon den USB Stick gefunden und hat angefangen zu booten. Der Bootvorgang lief problemlos, bis der Grafiktreiber geladen werden sollte. Dummerweise habe ich den USB Stick auf einem anderen Rechner mit Nvidia Grafikkarte eingerichtet und, intelligent wie ich bin, auch den Nvidia Treiber installiert. ;) Aber das war kein Beinbruch. Nach drei Klicks an der richtigen Stelle war auch diese Hürde genommen.

Der Rechner hat den Rest ohne Probleme gebootet, die Auflösung stimmt, Sound funktioniert. Dann kam das, was ich befürchtet habe: mein altes Problem mit Intrepid und meinem DSL Router hat zugeschlagen. Kein LAN. Also die bereits bekannten Änderungen in /etc/network/interface vorgenommen und nochmal neu gebootet (diesmal ging der Bootvorgang noch schneller und ohne Fehler). Leider immer noch kein LAN. Es hat einen Moment gedauert, bis ich dahinter gekommen bin. Intrepid hat die Netzwerkkarte nicht, wie man erwarten würde, als eth0 konfiguriert sondern als eth2. Da kann ich lange an eth0 patchen ;) .

Kurzum, nach der Behebung der (weitestgehend selbst verschuldeten) kleinen Probleme läuft der Rechner. Und das trotz USB Stick erfreulich flüssig. Die Systemsteuerung zeigt warum.

Quattro Forte

Quattro Forte

Der Atom330 ist ein Dual Core Atom mit Hyper Threading. Das macht aus ihm zwar noch keinen Quad Core, aber immerhin können 4 Threads parallel laufen. Das macht sich bei der Arbeit bemerkbar. Die Bearbeitung der Bilder für diesen Artikel mit Gimp und der Firefox lief flüssig.

Fazit

Der Shuttle X27D Barebone ist sein Geld wert. Ein sparsamer, preisgünstiger Rechner in einem kompakten, robusten und gut durchdachten Gehäuse, der für die alltägliche Arbeit mehr als gut gerüstet ist. Die einzigen Wermutstropfen sind der etwas fummlige Schalter und der zwar leise, aber doch vernehmbare Lüfter auf dem Chipsatz. Für mich das absolute Highlight ist der gute alte COM Port. Für mich als Bastler ein wertfolles Feature. Ebenfalls positiv ist das Vorhandensein von zwei PS2 Ports für Maus und Tastatur. Das hält die 4 an der Rückseite zugänglichen USB Ports frei.

Die entscheidenden Gründe für mich war der Atom330, GBit LAN und der DVI Ausgang. Mit einem anderen Chipsatz und passiver Kühlung wäre der X27D in dieser Geräteklasse perfekt.

Am Tag nach Ablauf der Garantie geht das Gerät kaputt? Nicht immer!

Vor einigen Tagen wollte ich in meinen Laptop Ohrhörer stecken um in Ruhe Musik zu hören. Dabei hatte der linke Ohrhörer einen Wackelkontakt. Ich dachte das Kabel hätte einen Kabelbruch. Gestern Abend wollte ich ein Headset anschließen um VOIP zu testen. Allerdings ging die linke Seite überhaupt nicht.

Als ich heute den Laptop gebootet hab kam mir der Anmeldesound so komisch vor und ich habe mal genauer hingehört. Der linke Lautsprecher gab keinen Ton von sich.

Also habe ich bei Dell angerufen. Ich hing fast 20 Minuten in der Warteschleife, wollte aber nicht aufgeben und unbedigt mit dem Support sprechen, da der Chat auch dauernd “belegt” war. Die Hartnäckigkeit hat sich gelohnt. Die Garantie für mein Gerät ist am 05.10. ausgelaufen, aber Dell gewährt 14 Tage Kulanz und heute, am 17.10. war der letzte Tag. Hätte ich erst Montag angerufen wäre es zu spät gewesen.

Jetzt kommt am Montag ein Kurierdienst und holt den Laptop ab um ihn kostenlos zu reparieren. Ich sollte vielleicht heute noch Lotto spielen.

[UPDATE]: Heute (28.10.) kam der Laptop schon wieder zurück. Die gesamte Aktion hat also inkl dem Anruf und heute 8 Arbeitstage gedauert. Und dabei sind einige Sachen noch ungünstig abgelaufen (wofür keiner was konnte). Alles in allem ein dickes Lob an Dell.