Atmel AVR Xmega, ein Wolf im Schafspelz
Montag, 27. Oktober 2008Vor ein paar Tagen habe ich die ersten ATxmega128A1-AU erhalten. Seit dem beschäftige ich mich mit den Datenblättern. Die Daten und Features sind unglaublich, wenn man bedenkt das es sich dabei immer noch um einen 8 Bit Controller handelt.
- Bis zu 32MHz
- 4 interne Oszillatoren von 32kHz bis 32MHz
- bis zu 16MByte externes SRAM oder SDRAM
- 4 DMA Kanäle
- 8 Kanal Event System
- 2 AD-Wandler mit je 8 Kanälen und 2MS/s bei 12 Bit Auflösung
- 2 DA-Wandler mit 12 Bit und 1MS/s
- 8 USARTs
- 4 TWI Schnittstellen
- 4 SPI Schnittstellen
- 8 16 Bit Timer/Counter
- AES und DES Crypto Engine
Das sind eigentlich Werte von 16 Bit Mikrocontrollern, aber warum macht man so etwas? Ich denke um in den Marktbereich von 16 Bit Controllern einzudringen ohne das sich die Entwickler an einen neuen Controller gewöhnen müssen und neue Werkzeuge benötigen. Der Kern der Xmega hat sich zu den normalen AVR kaum verändert. Auch die Werkzeuge wie Compiler und Programmer kann man weiter verwenden.
Ein paar Nachteile hat das natürlich auch. Die Peripherie der Xmega hat eigentlich nicht mehr viel mit den klassischen AVR gemeinsam. Nicht einmal die IO-Ports sind unverändert. Es gibt allein für die IO-Ports jetzt 18 Register. Von der guten alten 5V Technik und den DIP Gehäusen müssen wir uns auch verabschieden.
Was den Xmega noch fehlt sind große Schnittstellen wie USB, CAN und Ethernet. Ich denke aber das vor allem CAN recht bald folgen wird.
Der ATxmega128A1-AU ist bei mir inzwischen verfügbar.
