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Lovefilm wechselt zu Silverlight

Wegen der Umstellung auf digitales Fernsehen und der damit für mich entstehenden Kosten und Probleme habe ich mich nach einer Möglichkeit umgeschaut, auch ohne Privatfernsehen gelegentlich einen Film oder eine Serie anschauen zu können. Daher kam ich auf Lovefilm.de.

Ich habe den Dienst einen Monat kostenlos getestet und gerade letzte Woche ist die Testphase abgelaufen. Weil es mir zugesagt hat habe ich das Angebot nicht gekündigt. Aber keine zwei Wochen später trudelt eine Email mit folgendem Inhalt ein.

Hallo Markus Burrer,

Wir werden demnächst die Software für unseren Video on Demand Service von Flash auf Silverlight umstellen.

Diverse Filmstudios, die Silverlight als Bedingung für die Bereitstellung von Filmen sehen, haben uns um diese Änderung gebeten, da Silverlight als besonders zuverlässig bei der Vorbeugung von Urheberrechtsverletzungen gilt.

Leider wird die Silverlight Software nicht von Linux/UNIX Betriebssystemen und Macs, die nicht Intel verwenden (10.5 oder darunter), unterstützt. Da wir beide Software-Arten zunächst parallel laufen lassen, wird der Video on Demand Service vorerst noch auf solchen Endgeräten laufen. Nach der vollständigen Umstellung auf Silverlight werden allerdings nur noch Trailer abgespielt werden können.

Für eventuelle Umstände möchten wir uns bereits jetzt bei Ihnen entschuldigen – hätte die Möglichkeit bestanden, beide Software-Arten parallel laufen zu lassen, hätten wir diese selbstverständlich genutzt. Wir hoffen, Sie können unseren Video on Demand Service dennoch genießen.

Viel Filmvergnügen!
Ihr LOVEFiLM Team

Mal abgesehen von Silverlight, was eigentlich schon eine Totgeburt war, könnte das Timing für einen Linux Nutzer nicht besser sein. Besonders gut finde ich den Satz “da Silverlight als besonders zuverlässig bei der Vorbeugung von Urheberrechtsverletzungen gilt.” Oder auf Deutsch: “Mit Silverlight ist es nicht möglich, den Stream aufzuzeichnen”. Aber mal ehrlich, bei der Qualität des Streams können sie ihn auch frei senden. Wer will so ein Pixelkino?

Daher habe ich folgendes darauf geantwortet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
Ihnen ist hoffentlich bekannt, dass Silverlight ebenso wie Flash eine Technologie ist, welche in absehbarer Zeit nicht mehr verfügbar sein wird. Außerdem ist es Abzocke, Kunden für einen Dienst bezahlen zu lassen, den sie nicht nutzen können.

Daher bitte ich Sie, dafür eine Lösung anzubieten, indem sie zum Beispiel ein günstigeres Angebot ohne Online Streaming anbieten oder einen alternativen Player zur Verfügung stellen, der auch auf den von Silverlight nicht unterstützen Systemen läuft. Anderenfalls mache ich von meinem Recht auf außerordentliche Kündigung aufgrund von Nichterfüllung zugesicherter Dienste Gebrauch.

Mit freundlichen Grüßen
Markus Burrer

Mir geht es in erster Linie um das Ausleihen von DVDs, was bisher problemlos funktioniert hat. Eine defekte DVD wurde unbürokratisch und schnell ersetzt. Video on Demand ist für mich nur ein Zusatzdienst, der mir die Möglichkeit bietet, vorab in einen Film zu schauen, ob sich das Ausleihen überhaupt lohnt. Bei der Qualität des Streams braucht man keinen Kinoabend zu veranstalten. Aber es ist trotzdem ein Dienst, der beworben wird, für den ich zahle, ich aber nicht nutzen kann. Und mit einem “Pech gehabt” weil ich Linux statt Windows nutze lasse ich mich garantiert nicht abspeisen.

Vier Jahre Linux

Vier Jahre ist es her (inzwischen sogar etwas mehr), dass ich konsequent auf Linux umgestiegen bin. Nach diversen Versuchen unter anderem mit Debian und KDE  (und vor langer, langer Zeit mit Suse 7 und Suse 9) kam bei mir der Durchbruch mit Feisty Fawn. Wer jetzt nachrechnet wird feststellen, dass Feisty vor vier Jahren zu dieser Zeit noch gar nicht draußen war. Das ist richtig. Ich bin mit der damals noch existierenden Alpha 5 eingestiegen. Jetzt wird mancher denken “au weh, Anfänger und Alpha”, aber es ging erstaunlich gut und mir war auch bewusst, worauf ich mich einlasse.

Seit dem hat sich vieles geändert, manches aber leider nicht. Ich erinnere mich zum Beispiel, dass in Feisty der Druckdialog von Gnome doch noch recht spartanisch war und viele Funktionen wie beidseitiger Druck oder mehrere Seiten auf eine noch nicht existierten. Beides Funktionen, die ich immer wieder brauchte. KDE bot diese Funktionen, weshalb ich mich damals ziemlich über Gnome und die minimalistischen Einstellungen geärgert habe. Glücklicherweise kam das mit Gutsy Gibbon.

Warum ich damals Ubuntu und nicht Debian verwendet habe ist einfach. Ubuntu machte nach der Installation einen runderen Eindruck und musste nach der Installation nicht noch aufwändig von Hand konfiguriert werden. So haben beispielsweise alle Multimedia Tasten ootb funktioniert. Auch Ubuntuusers hat eine wichtige Rolle gespielt. Das Wiki war (und ist) sehr hilfreich und die Community war (und ist) hilfsbereiter als andere Communities, die ich kenne.

Richtig angekommen bin ich bei Linux erst mit Gutsy Gibbon. Es hat rund ein halbes Jahr gedauert, bis ich mich in Linux so weit eingearbeitet und alte Windows Gewohnheiten abgelegt hatte. Bis dahin hab ich mich öfter mal geärgert und habe Linux doch das eine oder andere mal verflucht, wieso das denn so umständlich ist im Vergleich zu Windows. Inzwischen sehe ich das Ganze deutlich entspannter und gelegentlich frage ich mich, wieso Windows nicht so einfach sein kann wie Linux. Daher an dieser Stelle ein Appell an alle Ein- und Umsteiger: habt Geduld und nehmt euch Zeit. Nehmt Windows (oder OS X) nicht als Maßstab.

Wie ich bereits gesagt habe, es hat sich viel getan, sowohl bei Linux als auch bei mir. Es sind viele Funktionen hinzugekommen, die Benutzung wurde immer einfacher, die Installation immer leichter. Die unterstützte Hardware wird immer umfangreicher und besser unterstützt. Ich habe viel dazugelernt und kann im Fall eines Problems mir besser selbst helfen als das zu Windows Zeiten der Fall war. Wo es bei Windows noch hieß “neu installieren” kann ich mich bei Linux oftmals relativ schnell durch die Konsole beißen und das Problem ohne Neuinstallation lösen.

Es gibt aber auch nach wie vor zum Teil uralte Probleme. Zum Beispiel das “Würfelspiel” im Gnome Panel. Fügt man Schnellstarter zum Panel findet man sie nach einem Neustart an einem neuen Platz und wenn man mal die Auflösung des Desktops ändert werden so ziemlich alle Appletts auf der rechten Seite durcheinander gewürfelt. Das war unter Feisty schon so und ist bis heute unverändert.

Auch Flash ist nach wie vor ein Trauerspiel. Hohe CPU Leistung, ruckelnde Videos, abstürzende Browser. An Alternativen, sowohl für den Flash Player als auch für Flash insgesamt, mangelt es eigentlich nicht. Nur durchgesetzt hat sich noch nichts oder sind noch nicht fertig.

Auch bei den Grafiktreibern gibt es immer noch viel Verbesserungsbedarf. Recht zuverlässig sind eigentlich die Intel Treiber, dafür bieten sie nicht viel. Schlechte 3d Leistung, keine Hardwareunterstützung für Video Playback (oder nur eingeschränkt und mit viel Aufwand).

Bei Nvidia kommt man nach wie vor nicht am proprietären Treiber vorbei. Die Unterstützung (wenn man überhaupt von Unterstützung sprechen konnte) für den nv Treiber wurde komplett eingestellt und Nouveau hechelt hoffnungslos hinterher. Dafür bietet der proprietäre Treiber den besten Funktionsumfang und die beste Leistung, wenn denn mal alles funktioniert. Ich hatte, je nach angeschlossenem Monitor, unlösbare Probleme mit Tearing.

Die besten Erfahrungen hab ich bisher mit der HD4xxx Generation von AMD und dem freien Radeon Treiber gemacht. Stabiler Desktop, Videos werden ruckelfrei und ohne Tearing abgespielt, viele Spiele sind trotz der schwachen 3D Performance durchaus spielbar. Aber eben nicht alle. So hat mit Braid sogar ein 2D Spiel den Dienst verweigert. FGLRX ist leider auch keine Lösung. Entweder habe ich beim Abspielen von Videos Tearing oder die Videos ruckeln.Für normale Desktop Arbeit und zum Video schauen sollte man also eher den Radeon Treiber verwenden und auf FGLRX verzichten.

Etwas enttäuscht bin ich von meinem Samsung Netbook. WLAN nur mit proprietärem Treiber, Standby nur nach manueller Konfiguration und die Sondertasten und die Hintergrundbeleuchtung funktionieren nur mit speziellen Treibern, die leider nicht in der Standard Installation enthalten sind. Es gibt zwar ein PPA mit Treibern für Samsung Notebooks, aber für Natty wurde es noch nicht angepasst und unter Maverick funktioniert leider nicht alles.

Insgesamt ist mir bisher aber nur wenig Hardware über den Weg gelaufen, die nicht oder nur mit viel Aufwand funktioniert. Besonders bei den Webcams hat sich einiges getan. Von daher hoffe ich, dass Linux auch im Desktop Bereich an Bedeutung gewinnt und die Hersteller Treiber für ihre Hardware zur Verfügung stellen müssen.

Das gleiche gilt leider auch noch für die Software. Es gibt zwar schon sehr viel Software und ein Großteil muss den Vergleich mit entsprechenden Windows Programme nicht mehr scheuen, aber es gibt auch noch viele dunkle Flecken in der Software Landschaft von Linux. Insbesondere bei sehr spezieller Software, beispielsweise herstellerspezifische Entwicklungstools im Elektronikbereich, sieht es oft recht mau aus. So basiert das AVR Studio zur Entwicklung von Software für AVR Controller nicht mehr auf Eclipse sondern auf dem Visual Studio von Microsoft und hat bei mir bisher den Dienst unter Linux (wine) verweigert.

Auch über Ubuntu (oder über Canonical) hab ich mich schon geärgert. Zum Beispiel habe ich wegen Pulseaudio in Hardy Heron die meiste Zeit Xubuntu verwendet. Pulseaudio war zu diesem Zeitpunkt einfach noch nicht reif und gehört einfach nicht in eine LTS. Erst mit Intrepid bin ich wieder zurück zu Gnome.

Den aktuellen Weg von Canonical beobachte ich interessiert, aber kritisch. Aus der Sicht eines Selbstständigen kann ich die Schritte nachvollziehen und auch verstehen, aus der Sicht der Community kann ich jedoch auch einige Kritiken nachvollziehen. Insgesamt sehe ich bisher jedoch noch keine Nachteile, die mir durch die Nutzung von Ubuntu entstehen. Von daher werde ich bis auf weiteres bei Ubuntu bleiben.

Seit Oktober letzten Jahres nutze ich meinen Blog intensiv für Erfahrungsberichte, Anleitungen oder (aus meiner Sicht) interessante Nachrichten. Seit Anfang des Jahres bin ich Supporter bei Ubuntuusers und habe dort das Unity Forum übernommen. Auf diesem Weg versuche ich, zumindest einen kleinen Beitrag zur Community beizutragen, auch wenn das zur Zeit aus persönlichen Gründen etwas eingeschränkt ist.

Ich habe in den letzten vier Jahren viel über Linux und das drum herum gelernt. Viele Dinge sehe ich aus einem anderen Blickwinkel als früher. Die meisten Dinge kann ich mit Linux genauso gut erledigen wie unter Windows, manche sogar besser. Aber bis heute kann ich Linux in manchen Bereichen überhaupt nicht oder nur mit massiven Einschränkungen verwenden, was mich doch gelegentlich noch enttäuscht. Hier sehe ich aber eher die Hersteller in der Verantwortung. Die Linux Comunity kann nicht alle Versäumnisse der Industrie abfangen, selbst wenn sie es wollte.

Von daher bin ich auf die nächsten vier Jahre gespannt und hoffe, dass es weiterhin bergauf geht. Die Chancen stehen eigentlich gut. Immerhin ist Linux der mit Abstand am meisten verwendete Betriebssystemkern. Schließlich findet man Linux inzwischen überall, selbst da, wo man nicht damit rechnet. Eigentlich hat Linux längst die größte Verbreitung aller Betriebssysteme erreicht. Einzig der prestigeträchtige Desktop Markt, also das, was die Leute wahrnehmen, fehlt. Aber an Bug #1 wird intensiv gearbeitet ;)

Humble Indie Bundle #2: Braid

Das erste Spiel im Humble Indie Bundle #2 ist Braid. Das Spiel gibt es für Linux, Windows, OS X und für die XBox 360. Braid ist auf den ersten Blick ein Jump&Run Spiel und im Vergleich zu den bekannten Größen des Genres sogar richtig unspektakulär… Auf den ersten Blick!

Auf den zweiten Blick offenbaren sich jedoch die Besonderheiten, die das Spiel wirklich außergewöhnlich machen. Bei Braid findet man nicht, wie bei anderen Spielen, spezielle Waffen oder Moves des Charakters. Auch gibt es keine hunderte unterschiedliche Gegner. Um genau zu sein ist mit in den ersten Welten noch kein halbes Dutzend unterschiedlicher Gegner begegnet.

(Das Video ist nur im Blog zu sehen)

Die Aufgabe ist es, in den einzelnen Leveln Puzzleteile zu sammeln und diese zusammen zu setzen. Um diese Puzzleteile zu erreichen muss man teilweise recht kniffelige Rätsel lösen.

Ein wesentliches Element dabei, aber nicht das einzige, ist die Möglichkeit, die Zeit zurück zu spulen. Stirbt man, spult man einfach die Zeit einige Sekunden zurück und versucht es erneut. Das ist aber nicht das einzige, was man damit machen kann. Viele der Rätsel, die man lösen muss, lassen sich nur mit Hilfe der Zeitmanipulation lösen. Dabei muss man beachten, welche der Objekte oder Gegner beeinflusst werden können und welche nicht.

Braid ist kein Spiel mit linearem Story Verlauf. Man muss sich zwar von einer Welt in die nächste vorarbeiten und in jeder Welt mehrere Level durchqueren, aber man muss die Rätsel nicht sofort lösen sondern kann, mehr oder weniger ungehindert, einen Level auch einfach durchlaufen und es später noch einmal versuchen. Hat man einen Level erst einmal betreten kann man ihn später jederzeit direkt erreichen, um sich noch einmal an ungelösten Rätseln zu versuchen.

Braid ist ein Spiel, bei dem es gelungen ist, klassische Spielideen mit neuen Spielmechanismen zu kombinieren. Das Ergibnis ist ein Spiel, an dem Knobelfans ihre Freude haben werden. Auch mir kam schon das eine oder andere “aha”, “oh Mann” oder “cool” über die Lippen, nachdem ich eines der teilweise wirklich genialen Rätsel geknackt hatte. Dazu kommt die stimmungsvolle Musik und die liebevoll gestaltete Grafik, die das ganze abrunden. Für Fans dieses Genres ist Braid ein absolutes muss.

AVR Studio und WinAVR unter Linux: es läuft

Ich habe mir jetzt einmal die Mühe gemacht und die Version 1.1.43 von wine aus diesem PPA zu installieren. Anschließend habe ich das AVR Studio 4.18 einschließlich SP1 und die aktuelle Version von WinAVR heruntergeladen.

Ich habe alles installieren können und siehe da, es läuft. Was allerdings (noch) nicht funktioniert ist die Programmierung über den AVRISP mkII. Ob man das noch einrichten kann weiß ich zur Zeit nicht. Hier muss man zur Not auf avrdude zurückgreifen.

Weiterhin habe ich festgestellt, dass das AVR Studio schon im Leerlauf etwa 12% CPU Leistung benötigt (auf einem C2D E4300 mit 1,8GHz). Also nicht unbedingt geeignet für den mobilen Betrieb mit einem Laptop.

Ich habe jetzt nicht alle Funktionen getestet. Ich habe lediglich die Installation und das Compilieren mit WinAVR ausprobiert.

Da die Programmierung mittels AVRISP mkII nicht funktioniert bleibt der einzig plausible Grund für die Installation vom AVR Studio unter Linux der Simulator.

Wenn man im Project Wizzard ein neues Projekt anlegt und einen AVR Controller auswählt gibt es jedoch einen kleinen Bug. In den Project Options wird der Controller Typ falsch eingetragen. Hinter dem Namen werden zusätzliche Zeichen eingefügt, die man entfernen muss. Ich weiß jetzt nicht, ob dies an wine liegt oder ein genereller Bug im AVR Studio ist.

PS: Der Simulator scheint nicht zu funktionieren. Beim Versuch, ein Programm zu debuggen, hängt sich das AVR Studio komplett auf

AVR Studio soll unter Linux mit wine 1.1.43 laufen

Wie Heise heute berichtet soll die Version 1.1.43 neben vielen Verbesserungen auch Unterstützung für das AVR Studio mitbringen. In Ubuntu Lucid Lynx ist noch Version 1.1.42 enthalten. Ich denke nicht, dass die neueste Version noch den Weg in die offiziellen Repositories schafft. Möglicherweise kann man es später über die Backports installieren

Linux PC oder Laptop mit Ubuntu. Wo kaufen?

Tux

Tux

Oft wird kritisiert, dass es kaum PCs oder Laptops ohne Windows zu kaufen gibt. Tatsächlich sucht man in den großen Elektronik Märkten meist vergeblich.

Aber es gibt sie. Vor allem im Internet gibt es einige Online Shops, die sich auf Linux PCs spezialisiert haben. Es gibt auch viele Händler, die vor allem PC Systeme, aber auch Laptops, ohne Betriebssystem oder mit Alternativen wie FreeDOS anbieten. Wer also einen PC ohne Microsoft Steuer sucht, sich den Selbstbau aus Einzelkomponenten nicht zutraut, wird auf jeden Fall fündig.

Um die Suche etwas zu vereinfachen wurde diese Wiki Seite gestartet. Sie ist unterteilt in Shops, die sich auf Hardware mit Linux spezialisiert hat und solche, die neben dem allgemeinen Angebot auch Komplettsysteme ohne Betriebssystem anbieten.

Wer einen Shop kennt, der in dieser Auflistung fehlt, kann ihn selbst eintragen. Wer gute oder schlechte Erfahrungen mit einem der Shops hat und diese mitteilen möchte kann einen Kommentar hinterlassen.

Wer lieber vor Ort in einen Laden geht und persönliche Beratung bevorzugt wird vielleicht auf http://www.linux-users-welcome.de/ fündig. Auf dieser Seite findet man Läden, in denen man bei Fragen zu Linux auf offene Ohren stößt.

Linux und Spiele

Ein häufiger Kritikpunkt an Linux sind die mangelnden Spiele. Ich habe mich deshalb mal mit dem Thema etwas näher beschäftigt. Was dabei heraus gekommen ist möchte ich in einer kleine Reihe von unregelmäßig erscheinenden Artikeln erläutern.

Grundsätzlich muss man sagen, es gibt Spiele für Linux. Sogar einige recht gute. Was allerdings fehlt sind die Mainstream Spiele, über die man üblicherweise in Zeitschriften liest und die man in bekannten großen Elektronikmärkten bekommt. Hier scheuen die Entwickler den Mehraufwand. Leider hat sich vor kurzem einer der wenigen kommerziellen Spieleentwickler, der seine Spiele auch für Linux portiert hat, vom Linux Markt zurückgezogen (Ich finde leider gerade nicht die entsprechende Meldung und der Herstellername fällt mir nicht ein).

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Linux für ältere Rechner optimieren – Teil 2

Wer wie ich ältere Rechner mit 512MB RAM oder weniger hat muss diese nicht gleich wegwerfen. Mit dem richtigen Betriebssystem kann man die durchaus noch verwenden. Für diesen Artikel werde ich mich auf Xubuntu Hardy beziehen, eine Ubuntu Distribution mit Xfce als Desktop.

Viele werden vielleicht sagen, ein Terminal und ein einfacher Window Manager wie Openbox reicht, aber ich möchte bewust auf Xfce setzen um nicht auf den Komfort eines modernen Desktops verzichten zu müssen.

Man kann das ISO Image von dieser Seite herunterladen und brennen. Am besten verwendet man die Version xubuntu-8.04.1-alternate-i386.iso. Die eigentliche Installation ist hier beschrieben.

Die Standard Installtion beinhaltet viele Programme, die automatisch gestartet werden. Einige davon sind nützlich, aber nicht unbedingt nötig, andere sind überflüssig. In diesem Teil geht es darum diese Programme zu deaktivieren um nach dem Start mehr RAM zur Verfügung zu haben.

Wenden wir uns zunächst den Autostarts zu. Diese findet man unter:

  • Applications->Einstellungen->Alle Einstellungen->Autostarted Apps
Autostarted Apps

Autostarted Apps

Im Prinzip kann man alle Autostarts deaktivieren, da die meisten Programme nur dazu dienen, die einzelnen Funktionen zu steuern oder Nachrichten anzuzeigen. So druckt der Drucker z.B. auch ohne das Applet für die Druckerwarteschlange und der Rechner verbindet sich auch ohne Network Manager mit dem LAN. Wie man WLAN ohne den Network Manager einrichtet beschreibt das Wiki von Ubuntuusers.

Den Update Notifier muss man natürlich dadurch ersetzen, indem man von Hand nach Software Updates sucht oder apt-get update als cron Job ausführt. Check for ne Hardware Drivers benötigt man auch nicht jeden Tag. Sollte man eine Hardware installieren, die nicht automatisch erkannt wird, kann man den Befehl sudo jockey-gtk manuell ausführen.

Allein durch diese Maßnahmen kann man etwa 40MB mehr Speicher im RAM gewinnen, was sich vor allem auf Rechnern mit 256MB bemerkbar macht.

Die Programm laufen nach der Deaktivierung noch bis zum nächsten Neustart. Sollte man doch eines der Programme benötigen kann man es jederzeit durch setzen des Hakens wieder aktivieren.

Jaunty und Xfce 4.6

Ab Jaunty verwendet Xubuntu Xfce 4.6. Hier findet man die automatisch gestarteten Programme unter Applications->Einstellungen->Sitzung und Startverhalten->Automatisch gestartete Anwendungen

Dienste

Zusätzlich zu den Autostarts kann man auch noch einige Dienste deaktivieren, sofern man sie nicht benötigt. Diese findet man unter Applications->System->Dienste. Nachdem man den Dialog entsperrt hat, kann man Dienste wie die Bluetooth-Geräteverwaltung oder den Druckerdienst deaktivieren. Ebenfalls deaktivieren kann man (klogd) und (sysklogd). Diese Dienste protokollieren eventuelle Fehler und ähnliches. Sie sind nützlich, aber nicht zwingend erforderlich.

Hier muss man jedoch etwas vorsichtiger vorgehen, da die Dienste sofort beendet werden und die entsprechenden Funktionen auch nicht mehr genutzt werden können. Auf keinen Fall darf man den Dienst Grafischer Anmedebildschirm (gdm) beenden, da dies zur sofortigen Beendigung von Linux führt.

Man darf von den genannten Maßnahmen keine Wunder erwarten. Sie machen den Rechner nicht wirklich schneller. Aber sie sorgen dafür, das der Rechner nicht frühzeitig ausgebremst wird, weil der Speicher ausgelagert werden muss.

Shuttle X27D Nettop und Linux – Top!

Ich habe heute schon Weihnachten. Der bestellte Shuttle X27D Barebone ist eingetroffen. Und was soll ich sagen, ich bin begeistert.

Die wichtigsten Daten:

  • Intel Atom330 mit 1,6GHz
  • GBit LAN
  • DVI und VGA
  • Bis zu 2GB RAM
  • Abmessungen nur 25×18,5x7cm
  • und für mich das absolute Highlight: Ein guter alter COM Port

Als ich das gute Stück bekommen habe musste ich schon schmunzeln. Die komplette Verpackung ist schon kleiner als der kleinste PC, den ich hier habe. Nach dem Auspacken hatte ich ein schnuckliges kleines, aber durchaus robustes Gehäuse in der Hand.

Das Gehäuse lässt sich durch Lösen von zwei Rändelschrauben leicht öffnen. Darunter verbirgt sich der Träger für ein Slim Laufwerk und eine 2,5″ Festplatte. Dieser Träger lässt sich ohne Werkzeug und mit einem Handgriff leicht entfernen.

Shuttle X27D Innenleben

Shuttle X27D Innenleben

In dem Barebone werkelt ein Mainboard im Mini-ITX Format. Neben dem Mainboard befindet sich der Spannungswandler, der aus den 12V des externen 60W Netzteils die nötigen Spannungen für das Mainboard erzeugt.

Der gesamte Aufbau wirkt aufgeräumt, robust und durchdacht. Dafür gibt es schonmal den ersten dicken Pluspunkt.

Da ich den PC ohne Festplatte betreiben möchte war der Zusammenbau einfach und schnell erledigt. Überflüssige Kabel raus, Speicherrigel rein, Trägerplatte und Deckel wieder an Ort und Stelle, fertig. Jetzt noch die Kabel anschließen, den vorbereiteten USB Stick (mit Xubuntu 8.10) rein, einschalten. Doch Moment, wo ist der Einschalter? Den musste ich tatsächlich erst einmal suchen. Ein kleiner, silbern Knopf, den ich Anfangs für eine Verzierung hielt, entpuppte sich als Einschalter. Leider ist das Ding so klein geraten, dass man es fast nur mit dem Fingernagel betätigen kann.

Doch jetzt konnte es losgehen. Einschalten, warten bis sich der Monitor aktiviert, und dann kurz ins BIOS schauen. Leider zu langsam, ehe ich es mich versehen konnte hat der Rechner schon den USB Stick gefunden und hat angefangen zu booten. Der Bootvorgang lief problemlos, bis der Grafiktreiber geladen werden sollte. Dummerweise habe ich den USB Stick auf einem anderen Rechner mit Nvidia Grafikkarte eingerichtet und, intelligent wie ich bin, auch den Nvidia Treiber installiert. ;) Aber das war kein Beinbruch. Nach drei Klicks an der richtigen Stelle war auch diese Hürde genommen.

Der Rechner hat den Rest ohne Probleme gebootet, die Auflösung stimmt, Sound funktioniert. Dann kam das, was ich befürchtet habe: mein altes Problem mit Intrepid und meinem DSL Router hat zugeschlagen. Kein LAN. Also die bereits bekannten Änderungen in /etc/network/interface vorgenommen und nochmal neu gebootet (diesmal ging der Bootvorgang noch schneller und ohne Fehler). Leider immer noch kein LAN. Es hat einen Moment gedauert, bis ich dahinter gekommen bin. Intrepid hat die Netzwerkkarte nicht, wie man erwarten würde, als eth0 konfiguriert sondern als eth2. Da kann ich lange an eth0 patchen ;) .

Kurzum, nach der Behebung der (weitestgehend selbst verschuldeten) kleinen Probleme läuft der Rechner. Und das trotz USB Stick erfreulich flüssig. Die Systemsteuerung zeigt warum.

Quattro Forte

Quattro Forte

Der Atom330 ist ein Dual Core Atom mit Hyper Threading. Das macht aus ihm zwar noch keinen Quad Core, aber immerhin können 4 Threads parallel laufen. Das macht sich bei der Arbeit bemerkbar. Die Bearbeitung der Bilder für diesen Artikel mit Gimp und der Firefox lief flüssig.

Fazit

Der Shuttle X27D Barebone ist sein Geld wert. Ein sparsamer, preisgünstiger Rechner in einem kompakten, robusten und gut durchdachten Gehäuse, der für die alltägliche Arbeit mehr als gut gerüstet ist. Die einzigen Wermutstropfen sind der etwas fummlige Schalter und der zwar leise, aber doch vernehmbare Lüfter auf dem Chipsatz. Für mich das absolute Highlight ist der gute alte COM Port. Für mich als Bastler ein wertfolles Feature. Ebenfalls positiv ist das Vorhandensein von zwei PS2 Ports für Maus und Tastatur. Das hält die 4 an der Rückseite zugänglichen USB Ports frei.

Die entscheidenden Gründe für mich war der Atom330, GBit LAN und der DVI Ausgang. Mit einem anderen Chipsatz und passiver Kühlung wäre der X27D in dieser Geräteklasse perfekt.

hard resetting link / SATA link down / EH complete

Ich habe heute meinen Asus T3 Barebone mit Ubuntu 8.04 Server neu installiert. Nach dem booten hat sich das Terminal immer wieder mit dieser Fehlermeldung gefüllt.

ata2: hard resetting link
ata2: SATA link down (SStatus 0 SControl 300)
ata2: EH complete

Zunächst habe ich vermutet, das es etwas mit dem IDE DVD ROM zu tun hat, von dem ich installiert habe. Also hab ich es abgezogen. Leider brachte das keine Verbesserung. Anschließend habe ich ein Firmware Update des BIOS durchgeführt. Auch das brauchte keine Änderung.

Zuletzt habe ich noch etwas im Internet gesucht (nein, nicht mit dem großen G sondern mit Ixquick) und bin über einen Hinweis gestolpert, das es etwas mit RAID zu tun haben könnte. Mit ist daraufhin eingefallen, dass das Mainboard einen RAID Controller hat. Also zurück in’s BIOS und dort den JMicron Controller deaktiviert.

Nach einem erneuten Neustart blieb dann alles ruhig. Linux versucht offensichtlich immer, den RAID Controller zu initialisieren oder sucht nach der fehlenden zweiten Festplatte.