Ich habe mir in dieser Woche einen OCZ Rally2 Turbo 4 GB geholt weil ich Ubuntu persistent als Live-USB installieren wollte. Ich wollte dafür aber keinen langsamen Aldi Stick mit 9MB/s lesen und 4,5MB/s schreiben.
Ich habe dafür ein Script verwendet das die komplette Installation automatisch erledigt. Der Artikel Live-USB – persistente Installation beschreibt wie man vorgeht und dort findet man auch das Script.
Mit Hardy hat es leider nicht funktioniert da es wohl einen Bug gibt der hoffentlich mit dem zweiten Point Release behoben wird. Ich habe mir daher ein ISO Image von Gutsy genommen. Man muss es nicht einmal mounten oder entpacken.
Man entpackt das Archiv mit dem Script und kopiert das ISO Image am besten in das gleiche Verzeichnis. In der Konsole wechselt man in dieses Verzeichnis und startet die Installation mit dem Befehl:
sudo sh live-usb.sh
Das Script schlägt einige Angaben vor die jedoch meistens nicht stimmen. In meinem Fall musste ich diese Werte verwenden:
/dev/sdb
/home/burli/tmp/live-usb/gutsy.iso
1
Der erste Wert ist der Pfad zum USB Stick. Der zweite Wert ist der absolute Pfad zu dem ISO Image und der dritte Wert gibt die größe der persistenten Partition an. Eine 1 bedeutet das der maximal mögliche Platz verwendet werden soll was die sinnvollste Einstellung sein dürfte. Der Rest passiert automatisch.
Wichtig: Alle Daten auf dem USB Stick werden gelöscht
Das Script installiert automatisch fehlende Pakete (also nicht erschrecken wenn etwas nachinstalliert wird), partitioniert den USB Stick und kopiert alle Daten korrekt auf den Stick. Wenn das Script fertig ist (bei mir bereits nach ca einer Minute) kann man schon neu Booten und die Installation testen.
Warum ein Live-USB Stick und warum persistente Installation?
Ein Live-USB Stick hat mehrere Vorteile. Der erste ist, das auf einer CD keine persistente Installation möglich ist. Außerdem ist ein halbwegs guter USB Stick schneller als jedes CD Laufwerk und vor allem leiser. Eine persistente Installaltion ermöglicht es zudem beliebige Programme, die man für eine Systemrettung benötigen könnte, nachzuinstallieren. Es werden auch alle Einstellungen gespeichert und ein einmal eingerichteter Firefox bleibt eingerichtet. Man kann also fast genauso arbeiten wie mit einer normalen Installation.
Man kann auch von dem USB Stick einen neuen Rechner installieren. Die Installation läuft auch merklich schneller ab als von CD.
Einen Nachteil hat der USB Stick. Er funktioniert nur bei Rechnern die auch das Booten von USB unterstützen.
Am meisten erstaunt hat mich die Geschwindigkeit. Der Desktop fühlt sich auf meinem Laptop schneller und flüssiger an also die normale Installation von der Platte. Angesichts dessen hoffe ich das gute SSDs bald erschwinglich sein werden