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Ubuntu HUD – Ersatz für das Application Menu

Unity hat ja schon viele Änderungen und auch Neuerungen gebracht. Aber heute haut Mark Shuttleworth eine echte Neuheit raus; HUD

HUD steht für Head-Up Display und soll das klassische Menü komplett ersetzen.

Einen ersten Eindruck bekommt man in diesem Video (nur im Blog zu sehen)

Die Idee dahinter ist interessant. Mark nennt es “intent-driven interface”, übersetzt in etwa zielgerichtete Schnittstelle. Anstatt lange mit der Maus durch verschachtelte Menüs zu geistern gibt man einfach ein, was man ausführen möchte.

Der Hintergedanke ist aber auch klar. Klassische Menüs sind auf Tablets nutzlos. Durch diese Erweiterung kann man dagegen normale Anwendungen sogar auf einem Tablet nutzen.

Einen anderen Aspekt finde ich aber noch viel interessanter; Spracherkennung. Mit HUD wird es möglich, eine Software ohne Anpassungen schnell und einfach per Sprache zu steuern. Mit dem derzeitigen Interface ist das umständlich bis unmöglich oder nur mit speziellen Anpassungen machbar.

Eins steht fest, HUD wird eine weitere Umstellung in der Nutzung des Desktops erfordern. Ich bin mir nicht sicher, wie sich das auf dem Desktop anfühlen wird. Für Tabet, TV und später mit Sprachsteuerung wird es auf jeden Fall eine Bereicherung.

UPDATE Das HUD bleibt (zumindest vorerst) optional. Es erscheint, wenn man die Alt Taste drückt (und loslässt)

UPDATE 2 HUD in Precise Pangolin installieren

sudo add-apt-repository ppa:unity-team/hud
sudo apt-get update
sudo apt-get dist-upgrade

Lästige Eigenschaft in Precise Pangolin

Ich habe gerade ein Upgrad von Oneiric auf Precise gemacht. Anschließend habe ich via Software Center Programme nachinstalliert mit Hilfe der Option, mit anderen Rechnern zu Synchronisieren.

Leider hat der Software Center eine Eigenschaft, neu installierte Programme automatisch in den Launcher zu legen. Dabei kommt sowas heraus

Leider gibt es keine Option mehr, selbst darüber zu entscheiden.

Hoffnung für geplagte Besitzer von Samsung Netbooks/Notebooks

Laptops und Netbooks von Samsung hatten bisher meist das Problem, dass sie unter Ubuntu nur bedingt funktioniert haben. Wichtige Funktionen wie das Ändern der Hintergrundbeleuchtung oder die Sondertasten zum Aktivieren/Deaktivieren diverser Funktionen arbeiteten erst nach der Installation des Voria PPA und auch dann nicht immer zuverlässig.

Mit Ubuntu 12.04 Precise Pangolin scheint sich das jetzt zu ändern. Ich habe heute einen Test von einem Live USB Stick gemacht (die aktuellen Images lassen sich derzeit nicht installieren) und konnte feststellen, dass die meisten der Probleme mit Samsung Geräten wohl behoben sind. Getestet habe ich auf meinem Samsung N150 Plus

  • Hintergrundbeleuchtung: bisher ließ sich die Hintergrundbeleuchtung im Batteriebetrieb nicht verändern. Entweder volle Helligkeit oder minimale Helligkeit. Manchmal endete es in einem wilden “blinken” der Hintergrundbeleuchtung. Bei meinem Test hat es problemlos funktioniert.
  • Touchpad: bisher hat die Scrollfunktion auf dem Touchpad nur mit einer manuellen Änderung in modprobe funktioniert und dann auch nur eher schlecht als recht. Auch diese Funktion funktionierte bei meinem kurzen Test ootb.
  • Standby: Standby war bisher eher Glückssache. Immer wieder kam es vor, dass der Rechner nicht mehr aus dem Standby aufgewacht ist. Auch hier scheint es eine Verbesserung zu geben. Ich habe mein Netbook mehrfach in Standby versetzt und wieder aufgeweckt und es ist bisher immer zuverlässig aufgewacht. Ich habe sogar ein Lied in Rhythmbox abgespielt und Standby aktiviert. Nach dem Aufwecken hat das Lied weiter gespielt als wäre nichts gewesen. Auch die WLAN Verbindung wird nach jedem Standby wieder aktiviert.
  • Sondertasten: bisher hatten die meisten der über die FN Taste erreichbaren Sonderfunktionen keine Auswirkung. Ich konnte jetzt nicht alle Funktionen testen bzw ich konnte keine Änderung feststellen, aber einige Tasten wie das Deaktivieren des Touchpads oder die Mute Funktion arbeiten jetzt einwandfrei.

Das einzige Problem, das ich bisher feststellen konnte war, dass der Sound nach mehrfachem Standby nicht mehr funktioniert hat. Das ist bisher aber erst einmal passiert.

Wer also von den Samsung Eigenheiten geplagt ist sollte sich also mal einen USB Stick oder eine CD schnappen und die aktuellen Version von Precise Pangolin testen.

Aber Achtung, nicht installieren. Die aktuelle Version vom 14. und 15.01. bleiben hängen

Insgesamt bleibt zu vermerken, dass sich die Geschwindigkeit von Unity noch mal merklich gebessert hat. Das gesamte System reagiert trotz USB Stick angenehm schnell. Ich hatte heute überlegt, mein Netbook aufgrund der Probleme zu einem Server zu “degradieren”. Nach dem erfolgreichen Test warte ich jetzt jedoch auf ein funktionsfähiges Image, damit ich eine richtige Installation durchführen kann.

Nach wie vor Grafikfehler nach Standby

Bereits unter Oneiric hatte ich auf meinem Laptop Probleme mit der Grafikdarstellung nach dem Standby. Diese Probleme sind auch in der aktuellsten Version von Ubuntu Precise Pangolin noch vorhanden.

Der Fehler äußert sich vor allem im Browser. Bei einzelnen Buchstaben fehlen plötzlich Pixel

Hier betrifft es das kleine “t” in der Google Suche. Der Fehler tritt aber nur bei einzelnen Fonts und auch nur bei einer bestimmten Schriftgröße auf. Bei anderen Fonts oder Schriftgrößen ist das t wieder in Ordnung.

Es können aber auch andere Elemente betroffen sein wie zum Beispiel in dem blauen “Suchen” Button im Google Reader

Ich habe aber auch schon außerhalb des Browsers Grafikfehler beobachtet, zum Beispiel in der Schriftauswahl von Gedit. Hier in der Schrift Arial Black, Bold Italic

Die Fehler sind immer horizontal und treten nach dem Standby auf. Allerdings nur auf dem Laptop (Dell Inspiron 6400n mit Intel CPU und Grafik). Auf anderen Rechnern habe ich das noch nicht beobachten können.

Der Fehler kann auch wieder verschwinden. Das “defekte” t ist jetzt wieder in Ordnung, dafür ist jetzt ein “i” in einem größeren Font defekt. Die Änderung wurde vermutlich durch das Öffnen der Fontauswahl von Gedit bewirkt. Ich kann jedenfalls einen Zusammenhang erkennen. Nach einem erneuten Aufruf der Fontauswahl ist der nächste Buchstabe betroffen.

Beheben lässt sich das Problem nur durch einen Neustart. Abmelden allein reicht nicht aus. Sachdienliche Hinweise, die zur Lösung diesen Falls beitragen werden gerne angenommen.

Unity 5.0 bereits in den regulären Quellen

Nachdem ich vorgestern Unity 5 aus dem PPA getestet habe habe ich heute Precise Pangolin komplett neu installiert, da die Installation ein Update von Oneiric war und außerdem noch jede Menge anderer Kram wie Gnome Shell, KDE4 oder Xfce installiert waren. Ich wollte zum Testen einfach eine saubere Installation.

Im ISO Image war Unity 5 noch nicht enthalten. Es ist noch das Image vom 12.01. In den Updates kam dann aber die neue Unity Version. Allerdings gibt es noch Probleme mit Abhängigkeiten. Damit die Installation erfolgen kann muss der USB Startmedienersteller deinstalliert werden.

Wann immer man nämlich diese Vielfalt wegnimmt, wird Linux durchaus endanwendertauglich

Ich lese gerade den Artikel von Heise zum Anstieg der Nutzerzahlen von Linux in den letzten Monaten. Dabei ist mir ein Satz in’s Auge gesprungen, der die aktuelle Diskussion um Unity und die Strategie von Canonical wie die Faust auf’s Auge zu treffen scheint.

Wann immer man nämlich diese Vielfalt wegnimmt, wird Linux durchaus endanwendertauglich

Ich denke auch, dass genau das der Grund für Canonicals Strategie ist. Ob der Plan aufgeht oder ob sich vielleicht nur Ubuntu TV und Ubuntu Tablet etabilieren können, der Desktop aber weiterhin eine Niesche bleiben werden, muss die Zeit zeigen.

Ich glaube jedoch, dass der Linux Desktop weiterhin an den zwei Hauptgründen scheitern wird: zum einen, weil es im Mediamarkt & co nur Windows Rechner zu kaufen gibt und weil die Microsoft Formate immer noch zu stark dominieren. Erschwerend kommt noch der schrumpfende PC Markt hinzu.

Neuerungen in Unity 5.0

Unity 5.0 ist jetzt via PPA für Precise Pangolin verfügbar. Wie erwartet gibt es nur wenige offensichtliche Neuerungen. Die meisten davon sind bisher nur via CCSM zu aktivieren.

Eine der wichtigsten Neuerungen dürfte das Quicklist Menü des BFB sein.

Dadurch lassen sich die einzelnen Linsen im Dash mit der Maus direkter erreichen.

Eine weitere Änderung ist, dass die Icons im Dash nicht mehr zentriert sind sondern links oben festgelegt sind.

Besonders fällt das auf, wenn man den Dash maximiert.

Alle weiteren Änderungen sind minimal, wie zum Beispiel ein sanftes Ein- und Ausblenden des Application Menu.

Eine weitere Änderung ist, dass das Application Menu nach dem Start einer Anwendung kurz angezeigt wird, bevor es sanft ausgeblendet wird.

Alle weiteren Einstellungen findet man wie gewohnt im CCSM in dem Reiter “Experimental”.

Die wichtigstes Neuerung ist hier Show “Desktop Icon” in the launcher. Damit wird ein Icon in den Launcher eingefügt, mit dem sich alle Fenster minimieren und wiederherstellen lassen

Damit bestätigt sich, was Canonical bereits angekündigt hat. Es gibt nur wenig neues, dafür wird optimiert. Aber lassen wir uns überraschen, was bis zum Release noch alles passiert. Immerhin ist die neue Unity Version ja noch nicht einmal in den regulären Quellen angekommen.

“Klassischer Look” für Unity

Viele mögen das neue Konzept von Ubuntu nicht oder kommen nicht zurecht. Bevor man aber zu einem anderen Desktop flieht oder gleich ganz zu Windows wechselt sollte man es mit einem kleinen Trick versuchen.

Was sind für viele die Hauptprobleme bei Unity? Kein hierarchisches Programmmenü, keine normale Taskleiste und vielleicht das fehlende Benachrichtigungsfeld (Systray). All diese Dinge kann man sich recht einfach zurückholen. Ich verwende dafür das Panel von Xfce.

sudo apt-get install xfce4-panel

Anschließend kann man es starten, indem man Alt+F2 drückt und den Befehl xfce4-panel eingibt. Jetzt kann man das Panel mit einem Rechtsklick auf die Leiste nach belieben konfigurieren. Beim ersten Start wird eine Meldung angezeigt, welche Konfiguration man möchte Wenn man die Default Konfiguration von Xubuntu wählt erhält man zwei Panel. Das untere Panel kann man komplett entfernen, dass obere Panel verschiebt man nach unten. Zusätzlich kann man noch die Farbe anpassen. Ich verwende die Option Deckfarbe mit dem Wert #3C3B37

Wenn der Launcher am linken Rand stört kann ihn auch noch “entfernen”. Dazu muss man den ccsm installieren

sudo apt-get install compizconfig-settings-manager

Das Programm startet man mit dem Befehl ccsm. Im Ubuntu Unity Plugin kann man einige Einstellungen verändern, damit der Launcher nicht stört (er wird nicht wirklich entfernt).

  1. Im Tab Behaviour ändert man als erstes den Reveal Mode. Dazu klickt man auf Left und deaktiviert alle grünen Ecken.
  2. Als nächstes ändert man Hide Launcher auf Autohide
  3. Zusätzlich kann man auf dem Tab Experimental die Funktionen Launch Animation und Urgent Animation auf None stellen.

Das Ergebnis könnte dann etwa so aussehen.

Unity mit Xfce Panel

Die Lösung mit dem Xfce Panel hat mehrere Vorteile gegenüber dem Panel des Gnome Fallback. Man hat zum Beispiel weniger Abhängigkeiten. Bei dem Xfce Panel werden nur wenige zusätzliche Libs installiert, aber nicht der gesamte Desktop. Außerdem bietet es nicht nur den Task Switcher sondern jede Menge Applets.

Leider habe ich noch nicht heraus gefunden, wie man das Panel automatisch starten lassen kann. Ich habe es bei den Startprogrammen eingetragen. Da wird es zwar gestartet, dass Benachrichtigungsfeld funktioniert dann allerdings nicht. Wer einen Lösungsvorschlag hat darf diesen gern in den Kommentaren posten.

Unity Bliss – eine Alternative Application Lens

OMG Ubuntu hat eine alternative Lens für das Unity Dash vorgestellt. Die Lens dient als Alternative für die Application Lens, also den Anwendungsstarter von Unity. Für den Test habe ich die klassische Application Lens deinstalliert.

sudo apt-get remove unity-lens-applications

Zum Installieren von Unity Bliss läd man das Archiv von Launchpad herunter. Das Archiv wird entpackt und man wechselt in das Verzeichnis. Die Installation ist wie immer simpel.

./configure --prefix=/usr --sysconfdir=/etc
make
sudo make install

Ich bin mir nicht sicher, ob das make überhaupt nötig ist. Nach der Installation meldet man sich ab und neu an, um die Lens zu aktivieren.

Hat man die normale Application Lens deinstalliert kann man Bliss wie gewohnt mit der Tastenkombination SUPER+A aufrufen. Mit der Maus klickt man auf den Ubuntu Button im Launcher.

Für die Navigation wird ein “back” Icon angezeigt, welches sich jedoch alphabetisch einordnet.

(Youtube Video nur im Blog verfügbar)

Möchte man die Lens wieder los werden kann man sie einfach deinstallieren und die normale Lens installieren.

Im Verzeichnis von Bliss führt man diesen Befehl aus:

sudo make uninstall

Anschließend installiert man wieder die normale Lens

sudo apt-get install unity-lens-applications

Nachdem man sich neu angemeldet hat hat man wieder den ursprünglichen Zustand.

Ich lag gerade im Bett…

… und mir gingen ein paar Sachen durch den Kopf.

Ich hatte vorhin mal Unity 2d ausprobiert und mir fiel auf, dass sich das Dashboard perfekt an die Auflösung anpasst.

Dann habe ich überlegt, ob das vielleicht Absicht ist und was passiert, wenn man den Desktop um 90° dreht. Also musste ich nochmal aufstehen und es ausprobieren. Ich hätte sonst kein Auge zu gemacht.

Wenn man über ein paar Schönheitsfehler hinweg sieht gar nicht mal schlecht. Das Programmmenü kann man so aber ganz vergessen.

Einige Schönheitsfehler sind aber schon gravierend.

Wenn ich mich recht erinnere wird sowieso nur Unity2d für ARM Plattformen angepasst. Möglicherweise nimmt man daher bei Unity3d keine große Rücksicht mehr auf kleine Displays sondern konzentriert sich da tatsächlich auf Desktops.

Einerseits ist das gut. Das vereinfacht die Entwicklung. Andererseits ist es schade, da Unity3d optisch schon noch etwas besser aussieht und die meisten Netbooks, zumindest die mit x86 CPU, damit keine Probleme haben.

Es bleibt abzuwarten, wie sich Unity entwickelt. Aber Tablets und Netbooks mit 1024x600er Auflösung wird man wohl nur mit Unity2d finden. Vermutlich auch alles, was mit ARM betrieben wird. Allerdings muss da auch noch viel Detailarbeit geleistet werden, weil kaum ein Dialog auf den Bildschirm passt, wenn man das Display hochkant stellt.