Artikel mit ‘Ubuntu’ getagged

Linux PC oder Laptop mit Ubuntu. Wo kaufen?

Mittwoch, 20. Januar 2010
Tux

Tux

Oft wird kritisiert, dass es kaum PCs oder Laptops ohne Windows zu kaufen gibt. Tatsächlich sucht man in den großen Elektronik Märkten meist vergeblich.

Aber es gibt sie. Vor allem im Internet gibt es einige Online Shops, die sich auf Linux PCs spezialisiert haben. Es gibt auch viele Händler, die vor allem PC Systeme, aber auch Laptops, ohne Betriebssystem oder mit Alternativen wie FreeDOS anbieten. Wer also einen PC ohne Microsoft Steuer sucht, sich den Selbstbau aus Einzelkomponenten nicht zutraut, wird auf jeden Fall fündig.

Um die Suche etwas zu vereinfachen wurde diese Wiki Seite gestartet. Sie ist unterteilt in Shops, die sich auf Hardware mit Linux spezialisiert hat und solche, die neben dem allgemeinen Angebot auch Komplettsysteme ohne Betriebssystem anbieten.

Wer einen Shop kennt, der in dieser Auflistung fehlt, kann ihn selbst eintragen. Wer gute oder schlechte Erfahrungen mit einem der Shops hat und diese mitteilen möchte kann einen Kommentar hinterlassen.

Wer lieber vor Ort in einen Laden geht und persönliche Beratung bevorzugt wird vielleicht auf http://www.linux-users-welcome.de/ fündig. Auf dieser Seite findet man Läden, in denen man bei Fragen zu Linux auf offene Ohren stößt.

Logitech Quickcam Pro 9000 und Linux (Ubuntu)

Mittwoch, 16. Dezember 2009
Logitech Quickcam Pro 9000

Logitech Quickcam Pro 9000

Ich habe heute die Logitech Quickcam Pro 9000 bekommen und musste sie natürlich gleich ausprobieren. Also ausgepackt, angeschlossen und Cheese gestartet. Funktioniert auf Anhieb.

Was soll ich sagen, es hat mich umgehauen. Die Bildqualität ist, verglichen mit meiner alten Webcam, phänomenal. Selbst bei schlechten Lichtverhältnissen sind die Farben konstrastreich und natürlich. Man kann alle Auflösungen bis 1600×1200 einstellen.

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Linux und Spiele

Montag, 10. August 2009

Ein häufiger Kritikpunkt an Linux sind die mangelnden Spiele. Ich habe mich deshalb mal mit dem Thema etwas näher beschäftigt. Was dabei heraus gekommen ist möchte ich in einer kleine Reihe von unregelmäßig erscheinenden Artikeln erläutern.

Grundsätzlich muss man sagen, es gibt Spiele für Linux. Sogar einige recht gute. Was allerdings fehlt sind die Mainstream Spiele, über die man üblicherweise in Zeitschriften liest und die man in bekannten großen Elektronikmärkten bekommt. Hier scheuen die Entwickler den Mehraufwand. Leider hat sich vor kurzem einer der wenigen kommerziellen Spieleentwickler, der seine Spiele auch für Linux portiert hat, vom Linux Markt zurückgezogen (Ich finde leider gerade nicht die entsprechende Meldung und der Herstellername fällt mir nicht ein).

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Shuttle X27D Nettop und Linux - Top!

Freitag, 27. Februar 2009

Ich habe heute schon Weihnachten. Der bestellte Shuttle X27D Barebone ist eingetroffen. Und was soll ich sagen, ich bin begeistert.

Die wichtigsten Daten:

  • Intel Atom330 mit 1,6GHz
  • GBit LAN
  • DVI und VGA
  • Bis zu 2GB RAM
  • Abmessungen nur 25×18,5×7cm
  • und für mich das absolute Highlight: Ein guter alter COM Port

Als ich das gute Stück bekommen habe musste ich schon schmunzeln. Die komplette Verpackung ist schon kleiner als der kleinste PC, den ich hier habe. Nach dem Auspacken hatte ich ein schnuckliges kleines, aber durchaus robustes Gehäuse in der Hand.

Das Gehäuse lässt sich durch Lösen von zwei Rändelschrauben leicht öffnen. Darunter verbirgt sich der Träger für ein Slim Laufwerk und eine 2,5″ Festplatte. Dieser Träger lässt sich ohne Werkzeug und mit einem Handgriff leicht entfernen.

Shuttle X27D Innenleben

Shuttle X27D Innenleben

In dem Barebone werkelt ein Mainboard im Mini-ITX Format. Neben dem Mainboard befindet sich der Spannungswandler, der aus den 12V des externen 60W Netzteils die nötigen Spannungen für das Mainboard erzeugt.

Der gesamte Aufbau wirkt aufgeräumt, robust und durchdacht. Dafür gibt es schonmal den ersten dicken Pluspunkt.

Da ich den PC ohne Festplatte betreiben möchte war der Zusammenbau einfach und schnell erledigt. Überflüssige Kabel raus, Speicherrigel rein, Trägerplatte und Deckel wieder an Ort und Stelle, fertig. Jetzt noch die Kabel anschließen, den vorbereiteten USB Stick (mit Xubuntu 8.10) rein, einschalten. Doch Moment, wo ist der Einschalter? Den musste ich tatsächlich erst einmal suchen. Ein kleiner, silbern Knopf, den ich Anfangs für eine Verzierung hielt, entpuppte sich als Einschalter. Leider ist das Ding so klein geraten, dass man es fast nur mit dem Fingernagel betätigen kann.

Doch jetzt konnte es losgehen. Einschalten, warten bis sich der Monitor aktiviert, und dann kurz ins BIOS schauen. Leider zu langsam, ehe ich es mich versehen konnte hat der Rechner schon den USB Stick gefunden und hat angefangen zu booten. Der Bootvorgang lief problemlos, bis der Grafiktreiber geladen werden sollte. Dummerweise habe ich den USB Stick auf einem anderen Rechner mit Nvidia Grafikkarte eingerichtet und, intelligent wie ich bin, auch den Nvidia Treiber installiert. ;) Aber das war kein Beinbruch. Nach drei Klicks an der richtigen Stelle war auch diese Hürde genommen.

Der Rechner hat den Rest ohne Probleme gebootet, die Auflösung stimmt, Sound funktioniert. Dann kam das, was ich befürchtet habe: mein altes Problem mit Intrepid und meinem DSL Router hat zugeschlagen. Kein LAN. Also die bereits bekannten Änderungen in /etc/network/interface vorgenommen und nochmal neu gebootet (diesmal ging der Bootvorgang noch schneller und ohne Fehler). Leider immer noch kein LAN. Es hat einen Moment gedauert, bis ich dahinter gekommen bin. Intrepid hat die Netzwerkkarte nicht, wie man erwarten würde, als eth0 konfiguriert sondern als eth2. Da kann ich lange an eth0 patchen ;) .

Kurzum, nach der Behebung der (weitestgehend selbst verschuldeten) kleinen Probleme läuft der Rechner. Und das trotz USB Stick erfreulich flüssig. Die Systemsteuerung zeigt warum.

Quattro Forte

Quattro Forte

Der Atom330 ist ein Dual Core Atom mit Hyper Threading. Das macht aus ihm zwar noch keinen Quad Core, aber immerhin können 4 Threads parallel laufen. Das macht sich bei der Arbeit bemerkbar. Die Bearbeitung der Bilder für diesen Artikel mit Gimp und der Firefox lief flüssig.

Fazit

Der Shuttle X27D Barebone ist sein Geld wert. Ein sparsamer, preisgünstiger Rechner in einem kompakten, robusten und gut durchdachten Gehäuse, der für die alltägliche Arbeit mehr als gut gerüstet ist. Die einzigen Wermutstropfen sind der etwas fummlige Schalter und der zwar leise, aber doch vernehmbare Lüfter auf dem Chipsatz. Für mich das absolute Highlight ist der gute alte COM Port. Für mich als Bastler ein wertfolles Feature. Ebenfalls positiv ist das Vorhandensein von zwei PS2 Ports für Maus und Tastatur. Das hält die 4 an der Rückseite zugänglichen USB Ports frei.

Die entscheidenden Gründe für mich war der Atom330, GBit LAN und der DVI Ausgang. Mit einem anderen Chipsatz und passiver Kühlung wäre der X27D in dieser Geräteklasse perfekt.

hard resetting link / SATA link down / EH complete

Dienstag, 24. Februar 2009

Ich habe heute meinen Asus T3 Barebone mit Ubuntu 8.04 Server neu installiert. Nach dem booten hat sich das Terminal immer wieder mit dieser Fehlermeldung gefüllt.

ata2: hard resetting link
ata2: SATA link down (SStatus 0 SControl 300)
ata2: EH complete

Zunächst habe ich vermutet, das es etwas mit dem IDE DVD ROM zu tun hat, von dem ich installiert habe. Also hab ich es abgezogen. Leider brachte das keine Verbesserung. Anschließend habe ich ein Firmware Update des BIOS durchgeführt. Auch das brauchte keine Änderung.

Zuletzt habe ich noch etwas im Internet gesucht (nein, nicht mit dem großen G sondern mit Ixquick) und bin über einen Hinweis gestolpert, das es etwas mit RAID zu tun haben könnte. Mit ist daraufhin eingefallen, dass das Mainboard einen RAID Controller hat. Also zurück in’s BIOS und dort den JMicron Controller deaktiviert.

Nach einem erneuten Neustart blieb dann alles ruhig. Linux versucht offensichtlich immer, den RAID Controller zu initialisieren oder sucht nach der fehlenden zweiten Festplatte.

Ubuntu persistent auf Live-USB Stick installieren

Samstag, 13. September 2008

Ich habe mir in dieser Woche einen OCZ Rally2 Turbo 4 GB geholt weil ich Ubuntu persistent als Live-USB installieren wollte. Ich wollte dafür aber keinen langsamen Aldi Stick mit 9MB/s lesen und 4,5MB/s schreiben.

Ich habe dafür ein Script verwendet das die komplette Installation automatisch erledigt. Der Artikel Live-USB - persistente Installation beschreibt wie man vorgeht und dort findet man auch das Script.

Mit Hardy hat es leider nicht funktioniert da es wohl einen Bug gibt der hoffentlich mit dem zweiten Point Release behoben wird. Ich habe mir daher ein ISO Image von Gutsy genommen. Man muss es nicht einmal mounten oder entpacken.

Man entpackt das Archiv mit dem Script und kopiert das ISO Image am besten in das gleiche Verzeichnis. In der Konsole wechselt man in dieses Verzeichnis und startet die Installation mit dem Befehl:

sudo sh live-usb.sh

Das Script schlägt einige Angaben vor die jedoch meistens nicht stimmen. In meinem Fall musste ich diese Werte verwenden:

/dev/sdb

/home/burli/tmp/live-usb/gutsy.iso

1

Der erste Wert ist der Pfad zum USB Stick. Der zweite Wert ist der absolute Pfad zu dem ISO Image und der dritte Wert gibt die größe der persistenten Partition an. Eine 1 bedeutet das der maximal mögliche Platz verwendet werden soll was die sinnvollste Einstellung sein dürfte. Der Rest passiert automatisch.

Wichtig: Alle Daten auf dem USB Stick werden gelöscht

Das Script installiert automatisch fehlende Pakete (also nicht erschrecken wenn etwas nachinstalliert wird), partitioniert den USB Stick und kopiert alle Daten korrekt auf den Stick. Wenn das Script fertig ist (bei mir bereits nach ca einer Minute) kann man schon neu Booten und die Installation testen.

Warum ein Live-USB Stick und warum persistente Installation?

Ein Live-USB Stick hat mehrere Vorteile. Der erste ist, das auf einer CD keine persistente Installation möglich ist. Außerdem ist ein halbwegs guter USB Stick schneller als jedes CD Laufwerk und vor allem leiser. Eine persistente Installaltion ermöglicht es zudem beliebige Programme, die man für eine Systemrettung benötigen könnte, nachzuinstallieren. Es werden auch alle Einstellungen gespeichert und ein einmal eingerichteter Firefox bleibt eingerichtet. Man kann also fast genauso arbeiten wie mit einer normalen Installation.

Man kann auch von dem USB Stick einen neuen Rechner installieren. Die Installation läuft auch merklich schneller ab als von CD.

Einen Nachteil hat der USB Stick. Er funktioniert nur bei Rechnern die auch das Booten von USB unterstützen.

Am meisten erstaunt hat mich die Geschwindigkeit. Der Desktop fühlt sich auf meinem Laptop schneller und flüssiger an also die normale Installation von der Platte. Angesichts dessen hoffe ich das gute SSDs bald erschwinglich sein werden

Linux für ältere Rechner optimieren

Samstag, 13. September 2008

Da ich aufgrund meiner Arbeit an mehreren Orten einen Computer brauche, ich aber nicht unnötig neue Rechner kaufen wollte, habe ich versucht zwei ältere Rechner, einen Laptop mit Pentium 3 und 256MB sowie einen Duron 1300 mit 512MB, wiederzubeleben. Ich hatte es anfangs noch mit Windows probiert, aber WinXP lief auf beiden Rechnern unerträglich langsam. Auf ältere Windows Versionen hatte ich eigentlich keine Lust.

Also probierte ich es mit Linux. Zunächst mit Ubuntu, anschließend Xubuntu und auf dem Laptop hatte ich zwischenzeitlich auch mal Zenwalks. Doch irgendwie hat alles nicht so richtig überzeugt. Da ich kein Fan von spartanischen Oberflächen wie Fluxbox bin sollte es mindestens Xfce sein.

Vor einer Weile habe ich dann Debian Testing mit Xfce instaliert. Das begnügte sich nach dem Booten mit weniger als 50MB RAM, im Gegensatz zu Xubuntu, das sich trotz Abspeckkur immer noch 60MB genehmigte. Auf dem Duron wurde es dann doch Xubuntu, da ich hier weniger Probleme mit zu wenig RAM hatte. Aber zufrieden war ich immer noch nicht.

Ich habe weiter probiert bis ich schließlich mit gtkperf etwas experimentiert und einige Dinge festgestellt habe. Gtkperf ist ein Tool das die Zeichengeschwindigkeit der GTK Widgets ermitteln kann indem es diverse Tests durchführt. So benötigte der Test auf dem Duron unter Ubuntu mit dem Human-Murrine Theme fast 50 Sekunden. Ein Vergleichstest mit Fluxbox ergab gerade einmal 20-22 Sekunden. Dieser Unterschied ist auch bei der täglichen Arbeit zu spüren. Ich machte mich also an die Ursachenforschung.

Das Ergebnis: als wesentliche Faktoren stellten sich das verwendete Theme und die Einstellung der Kantenglättung heraus. Die Standard Themes von Ubuntu (Human-Murrine) und Xubuntu (MurrinaStormCloude) verwenden beide die Murrine Engine. Diese ist im Vergleich zu anderen Engines relativ langsam. Verwendet man zb das Theme Mist oder eines der Xfce Themes ist schon ein Unterschied festzustellen. Hat man zusätzlich die Kantenglättung mittels Subpixeln aktiviert wird es ganz schlimm. Nachdem ich also die Kantenglättung anders eingestellt hatte und ein anderes Theme verwendet habe konnte ich unter Ubuntu plötzlich mit ca 23 Sekunden ähnliche Werte erreichen wie mit Fluxbox. Gleiches galt für Xfce auf dem Laptop. Auf beiden Rechnern lässt sich spürbar flüssiger arbeiten.

Ein paar Werte:

  • Fluxbox: ca 20-22 Sekunden
  • Xfce/Gnome: MurrinaStromCloud und Kantenglättung 50 Sekunden
  • Xfce/Gnome: Xfce oder Mist und Kantenglättung 35-40 Sekunden
  • Xfce/Gnome: Xfce oder Mist ohne Kantenglättung ca 23 Sekunden

Man sollte also, wie hier am Beispiel von Ubuntu, unter System->Einstellungen->Erscheinungsbild->Schriftarten die Option “Beste Form” wählen

Erscheinungsbild

Erscheinungsbild

Das Fazit: auch auf älteren Rechnern muss man nicht unbedingt auf WindowManager wie Fluxbox zurückgreifen wenn man flüssig arbeiten will. Das richtige Theme, das Abschalten von Subpixel Hinting und die Wahl der richtigen Distribution können hier ausreichen.

Man muss also nicht seine alten Rechner wegwerfen und neue kaufen nur um mit einem aktuellen und sicheren Betriebssystem arbeiten zu können. Man muss nur Linux verwenden und wissen wie man das Optimum herausholt.