In Google+ bin ich über eine Präsentation für Ubuntu gestolpert. Am Ende der Präsentation gibt es einen in Javascript geschriebenen Ubuntu Unity Desktop, sogar inklusive eines funktionsfähigen Browsers.
Seit einigen Tagen bin ich stolzer Besitzer eines richtigen Tablet PCs. Zwar nicht so was edles wie ein Samsung Galaxy oder ein iPad, aber dafür auch nicht ganz so teuer und mit einem Atom N455, 1GB RAM und 32GB Flash und G3. Einziger Schönheitsfehler ist der permanent laufende Lüfter und das Mikrofon, das auf der gleichen Seite wie der Lüfter verbaut ist und praktisch nur das Lüftergeräusch aufnimmt.
Viewsonic Viewpad 10
Ausgeliefert wird das Tablet mit Windows 7 und Android 1.6. Beides habe ich aber nach kurzem Test “deinstalliert”. Zuvor habe ich allerdings Ubuntu mit einem Live USB Stick getestet um festzustellen, ob alles funktioniert.
Das tat es glücklicherweise auch. WLAN, Bluetooth, die Webcam und sogar der G-Sensor funktionieren ootb. Der G-Sensor dreht allerdings wie zu erwarten nicht den Bildschirm. Dafür wechselt er die Desktops.
UMTS konnte ich mangels SIM Karte noch nicht testen, aber zumindest wird es erkannt und es sieht so aus, als könne man es einrichten, wenn eine SIM Karte eingelegt wird.
Auch Standby funktioniert tadellos. Ich hatte noch keinen einzigen Absturz oder Hänger. Alles in allem also keine Probleme.
Installiert habe ich die aktuelle Entwicklerversion Ubuntu 12.04 Precise Pangolin, daher ist mit entwicklungsbedingten Problemen zu rechnen. So funktioniert derzeit de Multitouch Stack leider nicht, weshalb viele Sachen nicht ganz so komfortable sind. Außerdem macht Unity-3D deutlich mehr Schwierigkeiten, weshalb ich die 2D Variante verwende, aber auch wegen dem geringeren Speicherbedarf. In Unity-3D lassen sich zum Beispiel die Fenster nicht durch Antippen der Fensterleiste verschieben und das Bedienen der Fenstersymbole ist schwierige als unter Unity-2D.
Als Bildschirmtastatur verwende ich die Standard Onboard Tastatur, allerdings aus dem Entwickler PPA, da es noch einige Probleme gab und die in den letzten Tagen, auch dank meiner Mithilfe, behoben wurden. Jetzt funktioniert die Bildschirmtastatur wirklich sehr gut. Es gibt derzeit aber noch zwei Probleme. Das größere Problem ist, dass die Tastatur in LightDM nicht funktioniert. Sie wird zwar angezeigt, aber man kann das Passwort nicht eingeben. Man braucht also entweder eine externe Tastatur oder man muss sich automatisch anmelden lassen. Das zweite Problem ist, dass die Tastatur nicht angezeigt wird, wenn man gksu verwendet.
(Video: Onboard Keyboard verschieben und Größe ändern)
Launcher und Linsen lassen sich wie zu erwarten gut bedienen. Auch hier hat Unity-3D leider noch ein paar Defizite. Unter Unity-2D kann man bequem mit Wischgesten nach oben und unten scrollen. Bei Unity-3D muss man umständlich nach dem Scrollbalken fummeln.
(Video: Bedienung der Linsen auf dem Touchscreen)
Das Video musste ich leider etwas nacharbeiten, weil das Bild schneller war als der Ton. Deshalb ist beides jetzt nicht ganz synchron und es endet mitten im Satz. Was ich im Video nicht demonstriert habe ist Drag und Drop von Icons im Launcher oder vom Dash in den Launcher.
(Video: Programm starten im Dash mit der Bildschirmtastatur)
Leider funktionieren, wie erwähnt, die Multitouch Gesten derzeit nicht, weshalb sich Launcher und Dash nur mit einem kleinen Trick öffnen lassen. Wenn der Multitouch Stack wieder funktioniert lässt sich beides mit einer vier Finger Geste öffnen. Deshalb funktionieren auch Gesten wie Fenster vergrößern/verkleinern oder maximieren zur Zeit nicht. Ich hoffe, das Problem ist bald behoben.
Wer mehr über die Gesten von Unity wissen möchte dem sei die Unity Gesture UI Guideline ans Herz gelegt.
Was etwas mühsam ist ist das Guttenberg Manöver, also Text markieren, kopieren und einfügen. Das Markieren des Textes funktioniert zwar, mit meinen dicken Wurstfingern sehen ich allerdings nicht, ob ich den richtigen Anfang und das Ende erwischt habe . Und anschließend muss man über die Bildschirmtastatur Strg+c und Strg+v eingeben. Aber es funktioniert zumindest.
Als Browser verwende ich Chromium mit dem Addon chromeTouch. Damit lässt sich wie bei Android oder dem iPad mit dem Finger auf der Webseite scrollen.
(Video: Chromium Browser und Touchscreen)
Was ich noch vermisse ist ein Email Client. Thunderbird eignet sich schon allein für die Bildschirmgröße nur bedingt. Mit dem Touchscreen wird es nicht wesentlich besser. Derzeit behelfe ich mir mit dem Offline Gmail Addon für Chromium, was allerdings nur für mein Google Konto funktioniert. Hier muss man abwarten, was sich da noch tut. Bis zum Release von Precise wird sich jedenfalls nichts mehr ergeben.
Fazit: Unity würde, wenn alle vorhandenen Funktionen wie Multitouch Gesten einwandfrei funktionieren würde, bereits jetzt auf einem Tablet eine recht gute Figur abgeben. Was fehlt ist die Möglichkeit, dass Tablet zu drehen, wobei ich hier allerdings Zweifel habe, dass es viel Sinn ergibt, da viele Anwendungen einfach nicht für dieses Format gemacht wurden.
Womit wir beim eigentlichen Defizit wären: angepasste Anwendungen. Auf einem 10 Zoll Tablet mit 1024×600 mag vieles noch funktionieren, aber sollte Unity auch auf kleineren Tablets wie zum Beispiel dem Streak laufen oder gar auf Smartphones, dann sieht die Situation nochmal ganz anders aus. Ich bin echt gespannt, was sich da in den nächsten zwei Jahren so tun wird.
Angesichts der Tastaturlastigkeit von Unity habe ich mir mal vorgenommen, einen Tag lang die Maus links, äh, natürlich rechts, liegen zu lassen. Eins gleich vorweg, es geht nicht immer oder ich habe nicht herausgefunden, wie man mit der Tastatur weiter käme. Es ist teilweise auch recht mühsam, weil es häufig keine Shortcuts gibt sondern man muss sich mit Tab und den Cursor Tasten einen Weg bahnen.
Viele Programme lassen sich nur deshalb nicht oder nur schwer mit der Tastatur bedienen, weil bei der Programmierung keine Rücksicht auf die Tastatur genommen wurde oder weil die GUI Elemente von Natur aus sehr GUI-lastig sind.
Zu Unity selbst muss man nicht mehr viel sagen. Programmstart und -wechsel geht am einfachsten über Super+Zahl, wenn sich das Programm im Launcher befindet.
Für den Wechsel zwischen den Fenstern gibt es allerdings eine Vielzahl von Möglichkeiten. Die Tasten Alt+F5 bis Alt+F10 spielen eine wichtige Rolle für den Fenstermanager. Damit lassen sich Fenster maximieren, minimieren, verschieben usw. Alt+F4 beendet bekanntermaßen ein Programm.
Das inzwischen wohl wichtigste Programm ist der Internet Browser. Ich verwende hier Firefox mit einem Addon, das die Benutzung mit der Tastatur überhaupt erst sinnvoll macht. Es heißt My Keyboard Navigator.
Ich will an dieser Stelle nicht auf alle Shortcuts von Firefox im einzelnen eingehen, die wichtigsten sind aber Strg + W/L/K/T/PgUp/PgDown, Alt+CursorLeft/CursorRight und natürlich F5.
Um auf einer Website navigieren zu können benötigt man bereits genanntes Addon. Man drückt kurz die Shift Taste und bei allen Links erscheint eine zweistellige Zahl. Abhängig davon, wie man die Zahl eingibt, erhält sie lediglich den Fokus, es wird ein Links- oder Rechtsklick ausgeführt oder der Link wird in einem neuen Tab geöffnet.
Bei der Eingabe kommt es darauf an, wie lange man die erste und zweite Zahl gedrückt hält. Gibt man beide Zahlen schnell hintereinander ein erhält der Link lediglich den Fokus. Man könnte von dieser Stelle aus mit den Cursor Tasten weiter oder Enter drücken. Hält man die erste Zahl so lang, bis sich die Form der Markierung verändert und drückt anschließend die zweite Zahl nur kurz, wir ein Linsklick durchgeführt. Drückt man die erste Zahl nur kurz und dafür die zweite lang wird daraus ein Rechtsklick. Drückt man beide Zahlen lang wird der Link in einem neuen Tab ausgeführt.
Es gibt jedoch Grenzen. Der Upload dieses Screenshots ließ sich damit nicht machen. Auch ist die Navigation und das Scrollen auf der Seite schwierig, wenn man wie ich hier in Formularen Text eingibt. Man kann sich mit Tricks in manchen Situationen behelfen, aber manchmal geht es nicht ohne Maus. Den größten Teil dieses Blog Postes habe ich jedoch ohne Maus erstellt.
Das Surfen auf einer normalen Seite wie Ubuntuusers geht damit jedoch sehr gut. Lediglich Menüs, die durch einen “Mouse over event” aufgeklappt werden lassen sich so nicht benutzen.
Darüber hinaus ist die Tastaturbedienung jedoch sehr eingeschränkt bis unmöglich. Bei Programmen wie Thunderbird, Xchat usw stößt man an die Grenzen. Weniger weil es konzeptbedingt nicht möglich wäre sondern vielmehr, weil die Programme darauf wenig Rücksicht nehmen. Bei Xchat habe ich zum Beispiel noch keine Möglichkeit gefunden, einen Kanal zu wechseln bzw bei der Menge der offenen Kanäle ist es SEHR mühsam. In der Baumansicht nimmt der Baum den Fokus nicht an und in er Reiteransicht ist es eine Quälerei, den Kanal zu wechseln. So lange man nur in einem Kanal chattet macht das aber nichts.
Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden. Für die häufigsten Tätigkeiten benötigt man fast keine Maus. Das vereinfacht einige Dinge, vor allem, wenn man nur ein Touchpad hat. Ich kann mit dem Netbook bequem auf dem Sofa sitzen, surfen und nebenbei Chatten.
Und natürlich hat auch die Maus noch ihre Daseinsberechtigung. Ich möchte nicht in Gimp den Pinsel mit den Cursor Tasten bewegen müssen
Unity hat ja schon viele Änderungen und auch Neuerungen gebracht. Aber heute haut Mark Shuttleworth eine echte Neuheit raus; HUD
HUD steht für Head-Up Display und soll das klassische Menü komplett ersetzen.
Einen ersten Eindruck bekommt man in diesem Video (nur im Blog zu sehen)
Die Idee dahinter ist interessant. Mark nennt es “intent-driven interface”, übersetzt in etwa zielgerichtete Schnittstelle. Anstatt lange mit der Maus durch verschachtelte Menüs zu geistern gibt man einfach ein, was man ausführen möchte.
Der Hintergedanke ist aber auch klar. Klassische Menüs sind auf Tablets nutzlos. Durch diese Erweiterung kann man dagegen normale Anwendungen sogar auf einem Tablet nutzen.
Einen anderen Aspekt finde ich aber noch viel interessanter; Spracherkennung. Mit HUD wird es möglich, eine Software ohne Anpassungen schnell und einfach per Sprache zu steuern. Mit dem derzeitigen Interface ist das umständlich bis unmöglich oder nur mit speziellen Anpassungen machbar.
Eins steht fest, HUD wird eine weitere Umstellung in der Nutzung des Desktops erfordern. Ich bin mir nicht sicher, wie sich das auf dem Desktop anfühlen wird. Für Tabet, TV und später mit Sprachsteuerung wird es auf jeden Fall eine Bereicherung.
UPDATE Das HUD bleibt (zumindest vorerst) optional. Es erscheint, wenn man die Alt Taste drückt (und loslässt)
Ich habe gerade ein Upgrad von Oneiric auf Precise gemacht. Anschließend habe ich via Software Center Programme nachinstalliert mit Hilfe der Option, mit anderen Rechnern zu Synchronisieren.
Leider hat der Software Center eine Eigenschaft, neu installierte Programme automatisch in den Launcher zu legen. Dabei kommt sowas heraus
Leider gibt es keine Option mehr, selbst darüber zu entscheiden.
Laptops und Netbooks von Samsung hatten bisher meist das Problem, dass sie unter Ubuntu nur bedingt funktioniert haben. Wichtige Funktionen wie das Ändern der Hintergrundbeleuchtung oder die Sondertasten zum Aktivieren/Deaktivieren diverser Funktionen arbeiteten erst nach der Installation des Voria PPA und auch dann nicht immer zuverlässig.
Mit Ubuntu 12.04 Precise Pangolin scheint sich das jetzt zu ändern. Ich habe heute einen Test von einem Live USB Stick gemacht (die aktuellen Images lassen sich derzeit nicht installieren) und konnte feststellen, dass die meisten der Probleme mit Samsung Geräten wohl behoben sind. Getestet habe ich auf meinem Samsung N150 Plus
Hintergrundbeleuchtung: bisher ließ sich die Hintergrundbeleuchtung im Batteriebetrieb nicht verändern. Entweder volle Helligkeit oder minimale Helligkeit. Manchmal endete es in einem wilden “blinken” der Hintergrundbeleuchtung. Bei meinem Test hat es problemlos funktioniert.
Touchpad: bisher hat die Scrollfunktion auf dem Touchpad nur mit einer manuellen Änderung in modprobe funktioniert und dann auch nur eher schlecht als recht. Auch diese Funktion funktionierte bei meinem kurzen Test ootb.
Standby: Standby war bisher eher Glückssache. Immer wieder kam es vor, dass der Rechner nicht mehr aus dem Standby aufgewacht ist. Auch hier scheint es eine Verbesserung zu geben. Ich habe mein Netbook mehrfach in Standby versetzt und wieder aufgeweckt und es ist bisher immer zuverlässig aufgewacht. Ich habe sogar ein Lied in Rhythmbox abgespielt und Standby aktiviert. Nach dem Aufwecken hat das Lied weiter gespielt als wäre nichts gewesen. Auch die WLAN Verbindung wird nach jedem Standby wieder aktiviert.
Sondertasten: bisher hatten die meisten der über die FN Taste erreichbaren Sonderfunktionen keine Auswirkung. Ich konnte jetzt nicht alle Funktionen testen bzw ich konnte keine Änderung feststellen, aber einige Tasten wie das Deaktivieren des Touchpads oder die Mute Funktion arbeiten jetzt einwandfrei.
Das einzige Problem, das ich bisher feststellen konnte war, dass der Sound nach mehrfachem Standby nicht mehr funktioniert hat. Das ist bisher aber erst einmal passiert.
Wer also von den Samsung Eigenheiten geplagt ist sollte sich also mal einen USB Stick oder eine CD schnappen und die aktuellen Version von Precise Pangolin testen.
Aber Achtung, nicht installieren. Die aktuelle Version vom 14. und 15.01. bleiben hängen
Insgesamt bleibt zu vermerken, dass sich die Geschwindigkeit von Unity noch mal merklich gebessert hat. Das gesamte System reagiert trotz USB Stick angenehm schnell. Ich hatte heute überlegt, mein Netbook aufgrund der Probleme zu einem Server zu “degradieren”. Nach dem erfolgreichen Test warte ich jetzt jedoch auf ein funktionsfähiges Image, damit ich eine richtige Installation durchführen kann.
Nachdem ich vorgestern Unity 5 aus dem PPA getestet habe habe ich heute Precise Pangolin komplett neu installiert, da die Installation ein Update von Oneiric war und außerdem noch jede Menge anderer Kram wie Gnome Shell, KDE4 oder Xfce installiert waren. Ich wollte zum Testen einfach eine saubere Installation.
Im ISO Image war Unity 5 noch nicht enthalten. Es ist noch das Image vom 12.01. In den Updates kam dann aber die neue Unity Version. Allerdings gibt es noch Probleme mit Abhängigkeiten. Damit die Installation erfolgen kann muss der USB Startmedienersteller deinstalliert werden.
Ich lese gerade den Artikel von Heise zum Anstieg der Nutzerzahlen von Linux in den letzten Monaten. Dabei ist mir ein Satz in’s Auge gesprungen, der die aktuelle Diskussion um Unity und die Strategie von Canonical wie die Faust auf’s Auge zu treffen scheint.
Wann immer man nämlich diese Vielfalt wegnimmt, wird Linux durchaus endanwendertauglich
Ich denke auch, dass genau das der Grund für Canonicals Strategie ist. Ob der Plan aufgeht oder ob sich vielleicht nur Ubuntu TV und Ubuntu Tablet etabilieren können, der Desktop aber weiterhin eine Niesche bleiben werden, muss die Zeit zeigen.
Ich glaube jedoch, dass der Linux Desktop weiterhin an den zwei Hauptgründen scheitern wird: zum einen, weil es im Mediamarkt & co nur Windows Rechner zu kaufen gibt und weil die Microsoft Formate immer noch zu stark dominieren. Erschwerend kommt noch der schrumpfende PC Markt hinzu.
Unity 5.0 ist jetzt via PPA für Precise Pangolin verfügbar. Wie erwartet gibt es nur wenige offensichtliche Neuerungen. Die meisten davon sind bisher nur via CCSM zu aktivieren.
Eine der wichtigsten Neuerungen dürfte das Quicklist Menü des BFB sein.
Dadurch lassen sich die einzelnen Linsen im Dash mit der Maus direkter erreichen.
Eine weitere Änderung ist, dass die Icons im Dash nicht mehr zentriert sind sondern links oben festgelegt sind.
Besonders fällt das auf, wenn man den Dash maximiert.
Alle weiteren Änderungen sind minimal, wie zum Beispiel ein sanftes Ein- und Ausblenden des Application Menu.
Eine weitere Änderung ist, dass das Application Menu nach dem Start einer Anwendung kurz angezeigt wird, bevor es sanft ausgeblendet wird.
Alle weiteren Einstellungen findet man wie gewohnt im CCSM in dem Reiter “Experimental”.
Die wichtigstes Neuerung ist hier Show “Desktop Icon” in the launcher. Damit wird ein Icon in den Launcher eingefügt, mit dem sich alle Fenster minimieren und wiederherstellen lassen
Damit bestätigt sich, was Canonical bereits angekündigt hat. Es gibt nur wenig neues, dafür wird optimiert. Aber lassen wir uns überraschen, was bis zum Release noch alles passiert. Immerhin ist die neue Unity Version ja noch nicht einmal in den regulären Quellen angekommen.
Viele mögen das neue Konzept von Ubuntu nicht oder kommen nicht zurecht. Bevor man aber zu einem anderen Desktop flieht oder gleich ganz zu Windows wechselt sollte man es mit einem kleinen Trick versuchen.
Was sind für viele die Hauptprobleme bei Unity? Kein hierarchisches Programmmenü, keine normale Taskleiste und vielleicht das fehlende Benachrichtigungsfeld (Systray). All diese Dinge kann man sich recht einfach zurückholen. Ich verwende dafür das Panel von Xfce.
sudo apt-get install xfce4-panel
Anschließend kann man es starten, indem man Alt+F2 drückt und den Befehl xfce4-panel eingibt. Jetzt kann man das Panel mit einem Rechtsklick auf die Leiste nach belieben konfigurieren. Beim ersten Start wird eine Meldung angezeigt, welche Konfiguration man möchte Wenn man die Default Konfiguration von Xubuntu wählt erhält man zwei Panel. Das untere Panel kann man komplett entfernen, dass obere Panel verschiebt man nach unten. Zusätzlich kann man noch die Farbe anpassen. Ich verwende die Option Deckfarbe mit dem Wert #3C3B37
Wenn der Launcher am linken Rand stört kann ihn auch noch “entfernen”. Dazu muss man den ccsm installieren
Das Programm startet man mit dem Befehl ccsm. Im Ubuntu Unity Plugin kann man einige Einstellungen verändern, damit der Launcher nicht stört (er wird nicht wirklich entfernt).
Im Tab Behaviour ändert man als erstes den Reveal Mode. Dazu klickt man auf Left und deaktiviert alle grünen Ecken.
Als nächstes ändert man Hide Launcher auf Autohide
Zusätzlich kann man auf dem Tab Experimental die Funktionen Launch Animation und Urgent Animation auf None stellen.
Das Ergebnis könnte dann etwa so aussehen.
Unity mit Xfce Panel
Die Lösung mit dem Xfce Panel hat mehrere Vorteile gegenüber dem Panel des Gnome Fallback. Man hat zum Beispiel weniger Abhängigkeiten. Bei dem Xfce Panel werden nur wenige zusätzliche Libs installiert, aber nicht der gesamte Desktop. Außerdem bietet es nicht nur den Task Switcher sondern jede Menge Applets.
Leider habe ich noch nicht heraus gefunden, wie man das Panel automatisch starten lassen kann. Ich habe es bei den Startprogrammen eingetragen. Da wird es zwar gestartet, dass Benachrichtigungsfeld funktioniert dann allerdings nicht. Wer einen Lösungsvorschlag hat darf diesen gern in den Kommentaren posten.