Posts Tagged ‘Xubuntu’

Xubuntu 11.04 Natty Narwhal: ein Einblick

Freitag, Februar 4th, 2011

Neben Gnome und neuerdings Unity habe ich schon immer ein Auge auf Xubuntu bzw Xfce geworfen. Das Release der Alpha 2 hat mich veranlasst, einen Blick auf den aktuellen Stand zu werfen… und ich wurde nicht enttäuscht.

Xubuntu verwendet die Version 4.8 von Xfce, die erst vor kurzem fertiggestellt wurde. Viele Teile wurden überarbeitet oder sogar komplett neu geschrieben. Vollständig neu sind die Panels, die jetzt unter anderem echte Alpha Transparenz beherrschen.

An der Anwendungsauswahl in Xubuntu hat sich (noch) nicht viel verändert. Der Standard Browser bleibt Firefox in Version 4, der Mail Client ist Thunderbird und für Chat gibt es Pidgin und Xchat. Für Office kommt weiterhin Abiword und Gnumeric zum Einsatz. Als Mediaplayer ist Parole dabei, Exaile wird jedoch laut OMG! Ubuntu! gegen Gmusicbrowser ausgetauscht. Ansonsten bleibt die Programmauswahl wie gehabt konservativ. Auch Gimp ist nach wie vor dabei.

Der Xubuntu Desktop

Der Xubuntu Desktop

Die erste Überraschung war der Desktop. Nur noch ein Panel? Und das oben? Auch die Taskleiste ist oben? Seltsam. Das Xfce Menu wird nur als Icon dargestellt, auf das Menu Orte wird gänzlich verzichtet.

Das zweite Panel

Das zweite Panel

Ah, doch, nachdem die Maus in die Nähe des unteren Bildschirmrands gekommen ist erschien das zweite Panel. Dieses dient nur noch als Schnellstarter und es macht gleich mal vom  Alpha Kanal Gebrauch. Damit das funktioniert ist der Xfce eigene Compositor standardmäßig aktiviert.

Etwas irritieren tut mich das kleine Dreieck rechts unten. Es sieht aus wie ein Anfasser eines Fensters und wenn man mit der Maus darüber fährt erscheint auch das entsprechende Symbol. Es passiert aber nichts, wenn man darauf klickt und zieht.

Thunar

Thunar

Das neue Default Theme von Xubuntu heißt greybird, dass Icon Set heißt Xubuntu elementary. Bis auf das obere Panel ist das Theme in einem hellen grau/blau gehalten und ist unaufdringlich.

Der Dateibrowser Thunar hat sich oberflächlich kaum geändert, kommt jedoch jetzt besser mit Netzwerkverbindungen zurecht. Für die Erstellung von Netzwerkverbindungen gibt es das zusätzliche Programm Gigolo. Externe Medien wie USB Sticks lassen sich direkt mounten oder auswerfen.

Statt dem Orte Menu befindet sich jetzt im unteren Panel ein Icon, über welches man über ein Menu direkt in die einzelnen Verzeichnisse gelangen kann oder ein Terminal an der entsprechenden Stelle geöffnet wird.

Anwendungsfinder

Anwendungsfinder

Der Anwendungsfinder ist schlich, übersichtlich und funktional. Er arbeitet nach dem gleichen Prinzip wie der Anwendungsstarter von Unity, nur eben im klassischen Design. Lediglich eine Übersicht der am häufigsten verwendeten Anwendungen fehlt.

Anzeige

Anzeige

Ebenfalls komplett überarbeitet wurde die Anzeigeverwaltung. Ein externer Monitor wird jetzt problemlos erkannt. Alle Einstellungen funktionieren und man kann jeweils einen Monitor abschalten. Leider ist bisher nur das Klonen des Desktops möglich. Eine Erweiterung des Desktops scheint noch nicht zu funktionieren.

Paneloptionen

Paneloptionen

Wie bereits erwähnt wurde das Panel komplett neu programmiert. Unter anderem ist es jetzt möglich, aus dem Xfce Menu Programme per Drag & Drop in dem Panel oder auf dem Desktop abzulegen. Auch die Optionen wurden erweitert. Neben der Alpha Transparenz lassen sich die Objekte leichter einfügen, entfernen oder verschieben. Trotz der kompletten Überarbeitung lassen sich die alten Applets weiter verwenden.

Abiword

Abiword

Gnumeric

Gnumeric

Nach wie vor wird Xubuntu mit den Office Alternativen Abiword und Gnumeric ausgeliefert. Da die beiden Programme GTK+ verwenden fügen sie sich nahtlos in den Desktop ein uns sehen optisch ansprechend aus. Vom Funktionsumfang dürften Sie für die meisten Anwender völlig ausreichen. Lediglich der Datenaustausch mit anderen Office Paketen funktioniert teilweise nicht sauber.

Das neue Xubuntu wird dank Xfce 4.8 wieder ein Stück besser und wirkt mit dem neuen Theme moderner als alle seine Vorgänger. Wem der neue Aufbau mit der Schnellstartleiste nicht gefällt kann es dank der überarbeiteten Panel Einstellungen schnell seinen Wünschen anpassen. Mit unter 200MB RAM ist es nach wie vor deutlich schlanker als eine Standard Installation von Ubuntu, ohne dabei auf wichtige Features verzichten zu müssen.

Wer ein schlankes und schnelles System für einen älteren Rechner sucht oder wem die Neuerungen von Ubuntu nicht gefallen sondern lieber einen klassischeren Desktop vorzieht sollte einen Blick auf Xubuntu werfen.

Darstelungsfehler von Formularen in OpenOffice unter Xfce/Xubuntu

Mittwoch, Juli 1st, 2009

Unter Xfce, genauer gesagt Xubuntu, gibt es Darstellungsfehler von Formularen, wenn man einfach nur das Paket openoffice.org installiert.

Das Bild zeigt das vollständige Fenster eines Base Formulars

Das Problem wird behoben, wenn man das Paket openoffice.org-gtk nachinstalliert. Es gehört nicht zu den Abhängigkeiten von openoffice.org und wird nicht automatisch mitinstalliert.

Linux für ältere Rechner optimieren – Teil 2

Montag, April 13th, 2009

Wer wie ich ältere Rechner mit 512MB RAM oder weniger hat muss diese nicht gleich wegwerfen. Mit dem richtigen Betriebssystem kann man die durchaus noch verwenden. Für diesen Artikel werde ich mich auf Xubuntu Hardy beziehen, eine Ubuntu Distribution mit Xfce als Desktop.

Viele werden vielleicht sagen, ein Terminal und ein einfacher Window Manager wie Openbox reicht, aber ich möchte bewust auf Xfce setzen um nicht auf den Komfort eines modernen Desktops verzichten zu müssen.

Man kann das ISO Image von dieser Seite herunterladen und brennen. Am besten verwendet man die Version xubuntu-8.04.1-alternate-i386.iso. Die eigentliche Installation ist hier beschrieben.

Die Standard Installtion beinhaltet viele Programme, die automatisch gestartet werden. Einige davon sind nützlich, aber nicht unbedingt nötig, andere sind überflüssig. In diesem Teil geht es darum diese Programme zu deaktivieren um nach dem Start mehr RAM zur Verfügung zu haben.

Wenden wir uns zunächst den Autostarts zu. Diese findet man unter:

  • Applications->Einstellungen->Alle Einstellungen->Autostarted Apps
Autostarted Apps

Autostarted Apps

Im Prinzip kann man alle Autostarts deaktivieren, da die meisten Programme nur dazu dienen, die einzelnen Funktionen zu steuern oder Nachrichten anzuzeigen. So druckt der Drucker z.B. auch ohne das Applet für die Druckerwarteschlange und der Rechner verbindet sich auch ohne Network Manager mit dem LAN. Wie man WLAN ohne den Network Manager einrichtet beschreibt das Wiki von Ubuntuusers.

Den Update Notifier muss man natürlich dadurch ersetzen, indem man von Hand nach Software Updates sucht oder apt-get update als cron Job ausführt. Check for ne Hardware Drivers benötigt man auch nicht jeden Tag. Sollte man eine Hardware installieren, die nicht automatisch erkannt wird, kann man den Befehl sudo jockey-gtk manuell ausführen.

Allein durch diese Maßnahmen kann man etwa 40MB mehr Speicher im RAM gewinnen, was sich vor allem auf Rechnern mit 256MB bemerkbar macht.

Die Programm laufen nach der Deaktivierung noch bis zum nächsten Neustart. Sollte man doch eines der Programme benötigen kann man es jederzeit durch setzen des Hakens wieder aktivieren.

Jaunty und Xfce 4.6

Ab Jaunty verwendet Xubuntu Xfce 4.6. Hier findet man die automatisch gestarteten Programme unter Applications->Einstellungen->Sitzung und Startverhalten->Automatisch gestartete Anwendungen

Dienste

Zusätzlich zu den Autostarts kann man auch noch einige Dienste deaktivieren, sofern man sie nicht benötigt. Diese findet man unter Applications->System->Dienste. Nachdem man den Dialog entsperrt hat, kann man Dienste wie die Bluetooth-Geräteverwaltung oder den Druckerdienst deaktivieren. Ebenfalls deaktivieren kann man (klogd) und (sysklogd). Diese Dienste protokollieren eventuelle Fehler und ähnliches. Sie sind nützlich, aber nicht zwingend erforderlich.

Hier muss man jedoch etwas vorsichtiger vorgehen, da die Dienste sofort beendet werden und die entsprechenden Funktionen auch nicht mehr genutzt werden können. Auf keinen Fall darf man den Dienst Grafischer Anmedebildschirm (gdm) beenden, da dies zur sofortigen Beendigung von Linux führt.

Man darf von den genannten Maßnahmen keine Wunder erwarten. Sie machen den Rechner nicht wirklich schneller. Aber sie sorgen dafür, das der Rechner nicht frühzeitig ausgebremst wird, weil der Speicher ausgelagert werden muss.


Switch to our mobile site